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Tōhoku, Stadt Nikaho in der Präfektur Akita

Kujūkushima (Kisakata) Die Wäldchen mitten in den Reisfeldern sehen plötzlich aus wie Inseln von einst

An einem Morgen Anfang Juni fahre ich im roten Auto an den unter Wasser stehenden Reisfeldern entlang. Die Aussicht hebe ich mir für nach dem Aussteigen auf – dann stelle ich mir vor, wie es hier früher am Meer ausgesehen hat.

Im Frühsommer, wenn Wasser auf den Reisfeldern steht, wirken die kleinen Wäldchen wie Inseln. An einem klaren Morgen mit Blick auf den noch schneebedeckten Berg Chōkai möchte ich mir die Landschaft von Kisakata in aller Ruhe einprägen.

Im Frühsommer bei Kisakata fährt ein rotes Cabriolet auf einer asphaltierten Straße neben unter Wasser stehenden Reisfeldern von links nach rechts. Ich blicke beim Fahren nach vorn; im Hintergrund sind inselartige Wäldchen und am linken Bildrand ein schneebedeckter Berg zu sehen.

SommerAn einem klaren Morgen Anfang Juni

Auf den Reisfeldwegen, mit dem Meer von einst vor Augen

Ich brach am Morgen auf, um Kujūkushima bei Kisakata zu sehen. Im blasslila Hoodie setzte ich mich ans Steuer – die Morgenluft tat noch richtig gut. Als ich mit dem roten Auto auf die Straße neben den Reisfeldern einbog, tauchten vor mir kleine Wäldchen auf. Ich hielt das Lenkrad fest und schaute nach vorn; erst einmal fuhr ich weiter.

Erst nachdem ich geparkt hatte, konnte ich mir die Landschaft in Ruhe anschauen. Auf den unter Wasser stehenden Feldern standen die kleinen Reissetzlinge in ordentlichen Reihen. Dahinter lagen mehrere Wäldchen, die nicht zu einem einzigen großen Wald zusammenhingen. Es sah aus, als lägen Inseln auf dem Wasser. Da verstand ich den Namen ein kleines bisschen besser.

Hier hob ein Erdbeben 1804 den Meeresboden an und machte daraus Festland, so heißt es. Während ich auf die heutigen Reisfelder schaute, dachte ich: Hier war früher also Meer. Vor meinem inneren Auge wurden die Wäldchen zu Inseln im Meer. Als ich nur den Ortsnamen gehört hatte, konnte ich mir diese Landschaft noch nicht vorstellen; jetzt setzte sie sich Stück für Stück zusammen.

Unter dem klaren Himmel war links auch der noch schneebedeckte Berg Chōkai zu sehen. Auf den Feldern begannen die Setzlinge gerade zu wachsen, während auf dem Berg noch Schnee lag. Dass beides in derselben Morgenszene zusammenkam, gefiel mir besonders. Erst betrachtete ich das Spiegelbild des Himmels auf dem Wasser, dann noch einmal die Umrisse der Wäldchen. Seit ich hier war, dauerte es immer länger, bis ich endlich ein Foto machte.

Heute denke ich auch schon an die Iwagaki-Austern aus Nikaho. In der örtlichen Tourismusinformation waren sie als saisonale Spezialität ab Anfang Juni angekündigt – deshalb hatte ich mich für diese Reise auch auf sie gefreut. Wenn zu den Stunden zwischen den Reisfeldern noch eine Spezialität aus dem Meer kommt, bleibt mir der Tag in Kisakata bestimmt noch viel lebendiger in Erinnerung.

Bevor ich zum Auto zurückging, überkam mich ein seltsames Gefühl: Schaute ich gerade auf ein Reisfeld oder auf eine Insel von damals? Natürlich lagen direkt vor mir Reisfelder, doch jedes Mal, wenn ich eines der Wäldchen ansah, tauchte auch das Meer vor meinem inneren Auge auf. Beim nächsten Mal möchte ich noch zu einem Aussichtspunkt fahren, von dem aus man alles von oben sieht. Ich setzte mich wieder ans Steuer, sah nach vorn und fuhr weiter zu meinem nächsten Zwischenstopp.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

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  • Tōhoku, Stadt Nikaho in der Präfektur Akita · Frühsommer: Reisfelder und Inseln

Spezialität

Iwagaki-Austern aus Nikaho

Der Tourismusverband Nikaho führt Iwagaki-Austern als saisonale Spezialität von Anfang Juni bis Ende August. Bei einer Frühsommerfahrt durch Kisakata würde ich mir ihren vollmundigen Geschmack gern auch gönnen.

Sehenswertes

Einstige Inseln inmitten der Reisfelder

Beim Erdbeben von 1804 hob sich der Meeresboden, sodass hier Land entstand. Wenn ich die Umrisse der Wäldchen betrachte, kann ich mir gut vorstellen, wie die Inseln einst im Meer lagen.

Reisfelder und schneebedeckte Berge

Im Frühsommer sehen Sie auf einen Blick sowohl die unter Wasser stehenden Reisfelder als auch den Schnee, der auf dem Berg liegen geblieben ist. Nachdem Sie die Landschaft von unten gesehen haben, wäre ein Rundblick aus dem Aussichtsraum von Nemunooka bestimmt auch schön.

Orientierung für eine Runde durch Kisakatas Reisfelder

Bahnhof Kisakata → Umgebung von Kujūkushima

Mit dem Auto ab Bahnhof Kisakata
ca. 5 Minuten
Gelände entlang der Route
Kleine Hügel ehemaliger Inseln zwischen den Reisfeldern

Die Straße führt Sie durch Kisakatas Reislandschaft, in der überall Wäldchen stehen. Wenn Sie ihre Entstehung kennen, können Sie sich gut vorstellen, dass hier früher eine Bucht lag.

Die Zeitangabe ab dem Bahnhof folgt der offiziell angegebenen Fahrzeit mit dem Auto. Rundum liegen Reisfelder und kleine Hügel, die einst Inseln waren.