Präfektur Gunma, Maebashi und Akagi
Akagi und der Ōnuma-See Oben an der Präfekturstraße 4 wartet ein See auf dem Berggipfel
Der Ōnuma-See am Akagi ist von Tokio aus an einem Tag erreichbar. Und doch fühlt es sich bei jeder Ankunft an, als hätte ich eine viel weitere Reise hinter mir. Die Nähe, die einen spontan am Morgen aufbrechen lässt, und diese Stille, wegen der ich die Heimfahrt immer weiter hinausschieben möchte: Beides gehört dazu, und deshalb komme ich mit jedem Jahreszeitenwechsel wieder.
Im Frühling gehe ich auf dem Holzsteg den Vogelstimmen nach, im Winter besuche ich den verschneiten Schrein. Obwohl es derselbe See ist, ändern sich mit den Jahreszeiten auch die Orte, zu denen ich noch möchte.
FrühlingEnde Mai
Mit dem Motorrad über die Präfekturstraße 4: frisches Grün am See und Vogelstimmen auf dem Holzsteg
Die Präfekturstraße 4 windet sich in mehreren Kurven den Berg hinauf. Vor jeder Kurve nehme ich ein wenig Tempo raus und schaue schon zum Ausgang – dann legt sich das Motorrad von selbst in die Kurve und richtet sich wieder auf. Jedes Mal, wenn das so sauber klappt, murmle ich im Helm ein kleines „Jawohl“. An einem Morgen Ende Mai bin ich von Tokio aus für einen Tagesausflug mit meinem blau-weißen Motorrad zum Akagi gefahren. Je höher ich kam, desto kühler wurde die Luft. Wie gut, dass ich die Motorradjacke zugemacht hatte.
Ich stellte das Motorrad auf dem Parkplatz am Ostufer des Ōnuma-Sees ab und nahm den Helm herunter. Jenseits des Wassers erstreckten sich die Berge, an denen gerade die ersten Blätter ausgetrieben waren. Ihre Form musste dieselbe sein wie bei meinem Besuch im Herbst, und doch wirkten jetzt selbst die einzelnen Blätter zart und luftig. Bei diesem strahlenden Wetter hätte ich die Rückfahrt besser später eingeplant. Kaum angekommen und schon mache ich mir Gedanken übers Heimfahren – ich bin wirklich früh dran.
Für einen Moment glitzerte die Wasseroberfläche. „Ach, das will ich festhalten“, dachte ich und hielt das Smartphone quer. See und Berge hätten beide aufs Bild gepasst, aber ich wollte nur diesen einen Augenblick bewahren. Also richtete ich die Kamera auf die helle Stelle und machte genau ein Foto. Bei mehreren hätte ich später bestimmt nicht mehr gewusst, welches davon diesen Moment zeigte.
Ich steckte das Smartphone weg und ging hinunter ans Ufer. Zwischen den Steinen glitzerten die kleinen Wellen. Bei meinem Besuch im Herbst hatten noch Blätter auf den Wellen getanzt; heute trieb kein einziges auf dem Wasser. Je nach Jahreszeit ist selbst das anders, was auf der Oberfläche liegt. Ich ging in die Hocke und tauchte die Fingerspitzen ins Wasser. Es war viel kälter als gedacht, also zog ich die Hand gleich wieder zurück. Im Mai fühlt sich der See an, als wäre nur unter Wasser der Winter noch nicht vorbei.
Vom See aus ging ich weiter zum nahen Feuchtgebiet Kakumanbuchi. Beim Laufen wurde mir warm, also band ich die Jacke um die Hüfte. Der im Herbst 2024 erneuerte Holzsteg führt vom Eingang bis zum Beobachtungsdeck eben und ohne Stufen; auch mit Stiefeln kann man gut darauf gehen. Bei jedem leisen Klackern der Dielen lugten zwischen den Gräsern junge, noch ganz zart wirkende Blätter hervor. Eine Runde dauert, wie ich gehört hatte, etwa 30 Minuten. Heute wollte ich deshalb mehr Zeit am Beobachtungsdeck verbringen als auf dem Weg dorthin.
Als ich auf dem Deck die Ohren spitzte, hörte ich irgendwo einen Vogel rufen. Ich steckte mir die Haare hinters Ohr und suchte den Baum, aus dem die Stimme kam, aber zu sehen bekam ich den Vogel bis zum Schluss nicht. Hier ist es eine andere Art von Stille als am weiten Seeufer, fast so, als würde sie mich einhüllen. Wenn ich allein unterwegs bin, kann ich in solchen Momenten stehen bleiben, so lange ich will, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen. „Als hätte ich keine Freundinnen, die ich fragen könnte“, rechtfertigte ich mich im Stillen, obwohl mich niemand danach gefragt hatte. Dann sah ich noch eine Weile den Gräsern im Feuchtgebiet zu, die sich mit jedem Windhauch in dieselbe Richtung neigten.
Zurück vom Holzsteg sah ich, wie vor einem Lokal am Seeufer Yaki-Manjū gegrillt wurde. Warum riecht karamellisierendes süßes Miso nur so verführerisch? Ich dachte, mit dem Ausblick wäre ich schon völlig zufrieden, doch kaum hatte ich den Duft in der Nase, meldete sich mein Magen lautstark zu Wort. Ich nahm einen Spieß entgegen und biss ab. Außen war das Manjū würzig geröstet, innen herrlich fluffig. Mit dem Handrücken wischte ich mir heimlich das Miso vom Mundwinkel.
Auf dem Weg zurück zum Motorrad fiel mir wieder ein, dass am südöstlich gelegenen Konuma-See Ende Mai auch Mitsuba-Azaleen und Shiro-yashio blühen. Das hebe ich mir für einen anderen Tagesausflug auf. Bevor ich den Helm aufsetzte, sah ich mir das eine Foto vom See noch einmal an: Der Augenblick, in dem das Wasser aufgeleuchtet hatte, war wirklich darauf zu sehen. Auf der Rückfahrt über die Präfekturstraße 4 fuhr ich etwas langsamer als auf dem Weg nach oben. Mit jeder Kurve entfernte ich mich weiter vom See, und das fiel mir irgendwie schwer.
SommerJuli bis August
Mit offenem Verdeck den Berg hinauf – dann ließ ich das Smartphone sinken und ging einmal um den See
Kaum war ich aus dem Auto gestiegen, schloss ich die Augen und genoss die kühle Brise vom See. Ich war morgens in Tokio losgefahren, und schon brannte die Sonne so auf meiner Haut, dass sie prickelte. Hier war es, als wäre die Hitze nie da gewesen. Ich hatte gehört, dass es hier 7 bis 8 Grad kühler sei als unten in Maebashi, aber der Wind auf meinen Armen fühlte sich noch kälter an. Für eine Fahrt im roten Cabrio ist der Sommer am Akagi vielleicht die schönste Jahreszeit.
Sobald ich die Autobahn verlassen hatte und die Bergstraße hinauffuhr, folgte eine schattige Kurve auf die nächste. Vor der Kurve nahm ich den Fuß vom Gas, und sobald der Ausgang zu sehen war, trat ich wieder sanft aufs Pedal. In einem Auto ohne Dach spürt man bei jeder Kurve sogar, wie sich die Temperatur der einströmenden Luft verändert. Je weiter ich hinaufkam, desto leichter fühlte sich der Wind an. Meine Lieblingsmusik wurde mir vom Wind davongetragen, also drehte ich bei jedem Stück bergauf die Lautstärke eine Stufe höher. Als ich am See die Musik ausschaltete, strömte die Stille ringsum auf einmal in meine Ohren.
Die Berge jenseits des Sees waren dichter bewachsen als bei meinem Besuch im Frühling, ihre Hänge zeichneten sich viel kräftiger ab. Ich hatte das Smartphone schon herausgeholt, hielt es aber in der Hand, ohne aufs Display zu schauen. Ich wollte wenigstens ein Foto machen, doch jedes Mal, wenn eine kleine Welle aufglitzerte, wanderte mein Blick am Bildschirm vorbei. Heute ließ ich das Fotografieren sein und ging lieber los.
Ich ließ die Hand mit dem Smartphone sinken und ging am Auto vorbei. Der Saum der leichten Jacke, die ich mir um die Hüfte gebunden hatte, streifte bei jedem Schritt meine Beine. Die Sohlen meiner Stiefel klackten auf dem Asphalt, und am stillen See war sogar dieses Geräusch gut zu hören. Als ich an der Leitplanke entlangging, war das Wasser näher als noch neben dem Auto. Erst da merkte ich, wie viel größer der See war, als ich gedacht hatte.
Für eine Runde zu Fuß um den See braucht man wohl etwa 60 Minuten. Ein Stück des Rundwegs verläuft auf der Straße, und ich ging weiter, den Blick abwechselnd auf den See und den Weg gerichtet. Wo das Ufer nah heranreicht, glucksten kleine Wellen zwischen den Schilfhalmen. Jedes Mal blieb ich stehen. Zogen Wolken vor die Sonne, verschwand das Glitzern auf dem Wasser; zogen sie weiter, kehrte es überall zurück. Ich glaube, meine Stimmung hob und senkte sich mit diesem Licht.
Bei den Lokalen am Seeufer kann man Tret- und Ruderboote ausleihen. Vom Ufer aus sah ich, wie sich die Berghänge spiegelverkehrt im Wasser zeigten; mit einem Boot hätte man über dieses Spiegelbild gleiten können. Ich wollte gern einmal fahren, aber zugleich war mir der Gedanke peinlich, allein in einem Tretboot zu sitzen. Beides hielt sich die Waage. Am Ende blieb ich heute am Ufer und beschloss, beim nächsten Mal jemanden mitzubringen.
Zum Mittagessen nahm ich in dem Lokal Zaru-Soba. Die kalten Nudeln glitten fast von selbst hinunter, genau richtig für meinen vom Laufen erhitzten Körper. Jedes Mal, wenn ich die Nudeln in die Soße tauchte und schlürfend aß, fühlte es sich an, als würde ich von innen heraus abkühlen. Vor dem Lokal gab es gegrillte, gesalzene Saiblinge, deren Duft herüberzog. Ich war längst satt, konnte aber den Blick nicht von der gebräunten Haut lösen. Fürs nächste Mal nahm ich mir innerlich schon einen davon vor.
Ich stieg wieder ins Auto, ließ das Verdeck offen und fuhr los. Obwohl ich einmal um den See gegangen war, waren kaum Fotos auf meinem Smartphone dazugekommen. Aber die Weite der Berge und das Wasser, an dem ich stehen geblieben war, hatte ich mir gut eingeprägt. Mit jeder Kurve bergab kehrte die Hitze Stück für Stück zurück. Wenn ich in Tokio ankomme, wird mir die Kühle am See wahrscheinlich wie ein Traum vorkommen.
HerbstEtwa Mitte Oktober
Frittierte Stinte am herbstlichen Ufer und der kleine See, gesehen vom Torii-Pass
Der erste Bissen war noch heiß. Ich hatte nur einmal kurz gepustet und schon gedacht, jetzt sei er abgekühlt. Mit aufgeplusterten Wangen pustete ich noch einmal und blickte zu den herbstlich gefärbten Hängen auf der anderen Seeseite hinauf.
Mitte Oktober war ich für einen Tagesausflug mit dem roten Cabrio von Tokio aus zum Akagi gefahren, um die Herbstfärbung rund um den Ōnuma-See zu sehen. Je weiter ich die Bergstraße hinauffuhr, desto röter wurden die Blätter, die hinter der nächsten Kurve auftauchten. Ich konnte es kaum erwarten, am See anzukommen. Oben auf der letzten Steigung stellte ich das Auto am Ufer ab. Als ich die Tür öffnete, kroch kalte Luft unter den Kragen meines Mantels. Dann verstummte der Motor, den ich eben noch gehört hatte, und nur das leise Plätschern der kleinen Wellen blieb.
Am Ufer sieht man die Blätter an den Bergen von so nah – damit hatte ich nicht gerechnet. Mein Blick wanderte langsam vom fernen Kamm hinunter über den Hang bis zum Wasser. Eigentlich wollte ich gerade loslaufen, doch aus einem Lokal am Seeufer zog der Duft von Frittiertem herüber. Ehe ich mich versah, stand ich mit einem Pappteller frisch frittierter Stinte neben dem Auto.
Als ich den kleinen Fisch mit den Stäbchen anhob, konnte ich die knusprige Panade aus Semmelbröseln deutlich erkennen. Beim Reinbeißen knackte sie leise, dann breitete sich der feine Fischgeschmack aus. Der Duft der frisch frittierten Stinte war in der kalten Luft besonders würzig. Ich hielt den Pappteller so fest, weil ich schon den nächsten Bissen essen wollte. Ich war wegen der Herbstfärbung hergekommen, aber dass ausgerechnet dieser Bissen zu einer Erinnerung werden würde, hatte ich bei der Abfahrt nicht gedacht.
Nachdem ich aufgegessen hatte, ging ich am Ufer entlang. Unter meinen Füßen lag eine Schicht aus Laub, die bei jedem Schritt leise raschelte. Schon nach ein paar Schritten am Ufer wirkten die Berghänge ganz anders gestaffelt. Am Akagi verfärben sich die Blätter je nach Höhenlage zu unterschiedlichen Zeiten; von Ende September bis Anfang November kann man irgendwo am Berg Herbstlaub sehen. Dass der Herbst von oben nach unten wandert, wusste ich, aber nicht, dass es so lange dauert. Es war, als würde der Berg die Jahreszeit Stufe für Stufe weiterreichen. Rund um diesen See war der Herbst gerade angekommen.
Vor der Heimfahrt machte ich noch einen Abstecher zum Torii-Pass. Nach ein paar Kurven stellte ich das Auto auf dem Parkplatz bei Kakumanbuchi ab. Von dort ging ich zu Fuß hinauf zum Pass. Der Wind war dort noch eine Spur kälter als am Seeufer, also knöpfte ich meinen Mantel bis ganz oben zu. Vom Pass auf 1390 m Höhe blickt man hinunter auf Kakumanbuchi und den Ōnuma-See. Der See, an dessen Ufer ich eben noch gestanden hatte, sah zwischen den herbstlichen Hängen plötzlich winzig aus. Da musste ich allein loslachen. Vorhin habe ich dort wegen ein paar Stinten so ein Theater gemacht, dachte ich.
In den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren fuhr zwischen diesem Pass und Rihei-chaya am Bergfuß eine Seilbahn. Als ich mir vorstellte, wie ihre Wagen langsam die herbstlichen Hänge hinaufglitten, fragte ich mich, ob die Menschen damals vom selben Pass aus auf denselben See hinuntergeblickt hatten. Auf einmal fühlte ich mich ihnen ganz nah. Nach Regen oder an einem frostigen frühen Morgen kann es hier wohl auch ein Nebelmeer geben. Beim nächsten Mal möchte ich gleich früh am Morgen kommen.
Bevor ich vom Pass wieder hinunterging, sah ich mir das Foto an, das ich hier gemacht hatte. Mitten in den herbstlichen Hängen war der Ōnuma-See nur ganz klein zu sehen. Ich vergrößerte das Bild mit den Fingern und suchte die Stelle am Ufer, an der ich die Stinte gegessen hatte. Aber mich selbst konnte ich darauf natürlich nicht entdecken.
WinterJanuar bis Februar
Am verschneiten Akagi-Schrein war ich so überwältigt vom Anblick, dass ich noch gar nicht darüber nachgedacht hatte, worum ich bitten wollte
Die Reifen knirschten ununterbrochen im Schnee. Im Januar war ich für einen Tagesausflug von Tokio aus zum Akagi gefahren, weil ich am verschneiten Akagi-Schrein beten wollte. Da die Straßen schneebedeckt sein würden, nahm ich heute mein zweites Auto, eine rote Limousine mit Allradantrieb, die ich erst im Herbst bekommen hatte. Für die winterliche Auffahrt zum Akagi wird die Präfekturstraße 4 mit Winterreifen empfohlen. Ich entschied mich ebenfalls für diese Route.
In den Kurven, auf denen noch Schnee lag, bremste ich früh und lenkte langsam. Auf Schnee ist es meiner Meinung nach am besten, jede abrupte Bewegung zu vermeiden. Durch das Lenkrad spürte ich, wie die Reifen des Allradwagens den Schnee fest griffen, und die Spannung, die sich unbemerkt in meinen Schultern gesammelt hatte, ließ nach. Je näher wir dem Gipfel kamen, desto höher lag der Schnee am Straßenrand, und kaum ein Auto kam mir entgegen.
Ich parkte am Akagi-Schrein. An die Wärme im Auto gewöhnt, zog ich draußen sofort die Schultern hoch. Ich schloss den Mantel und zog den Schal bis vor den Mund. Als ich das Schreingelände betrat, sah ich das schneebedeckte Dach und die Bäume dahinter. Ich vergaß sogar die Kälte und ließ den Blick von einem Ende des Dachs zum anderen wandern. Auch an den Ästen hingen hier und da noch weiße Schneeklumpen. Mein Atem wurde zu einer weißen Wolke, und dahinter hörte ich, wie ein ganzer Batzen Schnee von einem Ast fiel.
Am Akagi-Schrein gibt es seit alters her ein Ritual, bei dem Spiegel niedergelegt werden; mehr als tausend Bronzespiegel sollen dort geweiht worden sein. Außerdem gibt es die Legende, dass Prinzessin Akagi zum Akagi-Daimyōjin gerufen wurde. Auf dem verschneiten Schreingelände schien der Schnee jedes Geräusch zu verschlucken. Als mir diese Geschichten wieder einfielen, fühlte sich die ferne Vergangenheit plötzlich ganz nah an.
Ich war zum Beten gekommen, aber schon bevor mir ein Wunsch einfiel, sah ich die ganze Zeit nur zum Dach und in den Himmel. Als ich ernsthaft überlegte, worum ich bitten wollte, kam mir als Erstes der Wunsch, wieder zum Akagi zu fahren. „Warum bespreche ich denn meine nächsten Pläne mit der Gottheit?“, dachte ich mir und überlegte noch einmal.
Vor dem Hauptgebäude zog ich die Handschuhe aus und legte die Hände sanft zusammen. Meine Fingerspitzen wurden sofort kalt, aber ich war so damit beschäftigt, mich für einen einzigen Wunsch zu entscheiden, dass ich es kaum bemerkte. Was ich mir am Ende gewünscht habe, bleibt geheim. Als ich die Augen öffnete und aufsah, lag das verschneite Dach noch immer direkt vor mir. Ich war froh, dass ich mir für die Fahrt bis hierher Zeit gelassen hatte.
Als ich das Schreingelände verließ und losging, bekam ich in der kalten Luft plötzlich Lust auf etwas Warmes. Der Akagi fühlte sich heute völlig anders an als an dem Herbsttag, an dem ich frisch frittierte Stinte gegessen hatte. Ich machte mich auf den Weg zu einem Lokal am Seeufer.
Im Lokal zog ich den Mantel aus und bestellte heiße Okkirikomi-Udon mit Miso. Im Tontopf lagen breite Nudeln mit Karotten, Taro, Shiitake-Pilzen und Frühlingszwiebeln. Ich nahm etwas Brühe in eine kleine Schale und trank einen Schluck. Der Duft des Miso stieg mir in die Nase, und sogar meine kalten Wangen wurden wieder warm. Ich aß Bissen für Bissen, pustete zwischendurch immer wieder und trank zum Schluss sogar die Brühe aus. Als ich das Lokal verließ, neigte sich die Sonne schon. Ich wollte die Präfekturstraße 4 noch im Hellen hinunterfahren und ging zum Auto.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
Akagi bei Nacht
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Spezialitäten vom Akagi
Frittierte Stinte
Der Ōnuma-See ist für seine Stinte bekannt, die auch im Winter beim Eisangeln gefangen werden. In den Lokalen am Ufer bekommen Sie die kleinen Fische frisch frittiert. Sie können sie samt Kopf und Gräten im Ganzen essen; die Gräten stören kaum, und ehe man sich versieht, ist der Teller leer.
Okkirikomi
Dieses traditionelle Gericht wird in Gunma, einer Weizenregion, schon seit langer Zeit gegessen. Die breiten Nudeln kommen ungekocht direkt in den Topf und garen mit dem Gemüse; eine Schüssel davon wärmt bis in die Knochen. In den Lokalen am Seeufer wird Okkirikomi auch heiß im Tontopf und mit Miso serviert.
Yaki-Manjū
Yaki-Manjū sind eine Spezialität aus Maebashi. Auch vor einem Lokal am Seeufer werden sie frisch gegrillt verkauft. Wenn Sie Süßes mögen, reicht Ihnen ein Spieß bestimmt nicht.
Sehenswertes
Ein See auf dem Berggipfel – vom Ufer blickt man zu den Bergen hinauf
Der Ōnuma-See ist ein Kratersee in der Senke einer Caldera. Sie können den See nicht nur von oben betrachten: Wenn Sie am Ufer stehen, blicken Sie zu den Berghängen hinauf, die ihn umgeben. Obwohl Sie oben auf dem Berg sind, blicken Sie noch weiter nach oben – ein ungewohntes Gefühl, das Sie hier selbst erleben können.
Ein Präfekturpark mit Geschichte seit 1935
Der Präfekturpark Akagi wurde am 8. Februar 1935 eröffnet. Der Gipfelbereich mit dem Ōnuma-See und den Feuchtgebieten gehört ganz zum Park. Seit mehr als 90 Jahren kommen Menschen den Berg hinauf, um diesen See zu besuchen.
Informationen zu Straßen und Spazierwegen
Anreise ab Tokio
- Ab Tokio
- ca. 180 kmMit dem Auto über die Autobahn etwa 2,5 Stunden
- Autobahn
- Kan-Etsu-Autobahn
- Nächste Autobahnanschlussstelle
- Akagi ICBis zum Ōnuma-See: ca. 25 km und etwa 35 Minuten
- Straße zum Gipfel
- Präfekturstraße 4Von der Anschlussstelle Maebashi: etwa 50 Minuten
Rundweg am Ōnuma-See
- Umfang des Sees
- 4km
- Höhe des Sees über dem Meeresspiegel
- 1340m
Stellen Sie Ihr Auto oder Motorrad ab und gehen Sie am Seeufer entlang, um den Blick auf die Berge zu genießen. Für eine Runde brauchen Sie etwa 60 Minuten.
Wenn Sie die Kurven hinauf ins Gipfelgebiet hinter sich haben, breitet sich dort oben dieser große See vor Ihnen aus. Die Auffahrt führt über die Präfekturstraße 4.
Weitere Berichte zu Ausflugszielen
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Karten und Quellen
Verwendete offizielle Quellen
- Präfektur Gunma (Präfekturpark Akagi) (öffnet in neuem Tab)
- Tourismus- und Kongressverband Maebashi (Die Jahreszeiten am Akagi) (öffnet in neuem Tab)
- Kokoro ni Gugutto Kankō Gunma (Stintenangeln am Akagi-Ōnuma) (öffnet in neuem Tab)
- Tourismus- und Kongressverband Maebashi (Akagi-Schrein) (öffnet in neuem Tab)
- Tourismus- und Kongressverband Maebashi (Bandi Shiobara) (öffnet in neuem Tab)
- Tourismus- und Kongressverband Maebashi (Stintenangeln am Akagi-Ōnuma) (öffnet in neuem Tab)
- Bandi Shiobara (Speisen) (öffnet in neuem Tab)
- Stadt Maebashi (Karte des Akagi) (öffnet in neuem Tab)
- Stadt Isesaki (Rezept der Schulspeisung: Okkirikomi) (öffnet in neuem Tab)