Kamogawa, Präfektur Chiba
Mit dem Auto zu den Reisterrassen von Ōyama Senmaida Geflutete Felder und mein mitgebrachtes Onigiri
Ich fuhr mit meinem roten Cabrio zu den Reisterrassen von Ōyama Senmaida in der ländlichen Berglandschaft bei Kamogawa. Ich wollte an einem Frühlingsnachmittag die gefluteten Felder sehen. Als ich dann auch noch Onigiri aus dem Reis der Terrassen aß, rückten die Felder vor meinen Augen plötzlich ganz nah.
Eine Frühlingsgeschichte aus der Zeit vor der Reispflanzung. Wie mir die Reisterrassen nach einem Bissen plötzlich ganz nah vorkamen, erzähle ich Ihnen hier.
FrühlingEin Frühlingsnachmittag vor der Reispflanzung
Ein Bissen Reis aus der Gegend – mit Blick auf die Felder
Als ich in Ōyama Senmaida aus dem Auto stieg, zogen sich die gefluteten Reisterrassen den Hang hinunter. Der Himmel spiegelte sich in den Wasserflächen, dazwischen verliefen die Dämme in sanften Kurven. Auf Fotos hatte ich gedacht, alle Felder hätten dieselbe Form. Doch direkt vor mir war jedes Feld anders groß und anders geschwungen. Mein Blick wanderte ganz von selbst bis ganz nach hinten.
Ich stand neben meinem roten Cabrio und zupfte kurz den Ärmel meines weißen Hemds zurecht. Heute hatte ich ein pinkes Top und einen weißen Rock an. Immer wenn der Frühlingswind meine Wangen streifte, sah ich wieder auf; auch der Himmel, der sich im Wasser spiegelte, zog meinen Blick an. Bis zu den fernen Bergen konnte ich sehen. Da wurde mir ganz warm ums Herz: Am Ende der Straße, auf der ich hergefahren war, öffnete sich diese weite Landschaft.
Ich packte das Onigiri aus, das ich mitgebracht hatte. Ich hatte es aus dem Reis von Ōyama Senmaida selbst so geformt, dass ich es unterwegs gut essen konnte. Eigentlich wollte ich es vor den Feldern essen; doch als ich es in der Hand hielt, wurde mir diese Verbindung plötzlich ganz bewusst. An diesem Ort, den ich eben noch nur als Landschaft betrachtet hatte, wächst der Reis, den ich esse.
Beim ersten Bissen breitete sich die Süße des Reises langsam auf meiner Zunge aus. Mal wollte ich in die Stelle mit Nori beißen, mal in den Teil mit purem Reis, und dafür drehte ich das Onigiri in meiner Hand. Obwohl ich eigentlich hungrig gewesen war, wollte ich es jetzt gar nicht schnell aufessen. Ich wollte mir die Reisterrassen vor mir einprägen und hob nach jedem Bissen den Blick.
Mein Blick folgte den geschwungenen Dämmen und wanderte vom Feld neben mir ganz von allein hinüber zu dem etwas tiefer gelegenen. Anders als bei einer flachen Ebene hat die Landschaft hier Höhen und Tiefen – das finde ich spannend. Nach den gefluteten Feldern im Frühling beginnt die Zeit, in der die Reispflanzen wachsen. Gerade kann ich mich kaum von den Wasserflächen losreißen, aber irgendwann möchte ich auch sehen, wie die Reispflanzen hier im Wind wogen.
Nachdem ich mein Onigiri aufgegessen und die Verpackung weggeräumt hatte, sah ich mir die Reisterrassen noch einmal an. Sie wirkten jetzt näher als beim ersten Blick. Vielleicht, weil ich ihren Reis probiert hatte. Bevor ich ins Auto stieg, ließ ich meinen Blick noch einmal den Kurven und Wasserflächen folgen. Wenn ich zu Hause wieder Reis esse, werde ich mich wohl an diesen Nachmittag erinnern.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
Kulinarisches unterwegs
Reis von den Ōyama-Senmaida-Reisterrassen
Der Erhaltungsverein stellt Reis aus Ōyama Senmaida vor, der auf den dortigen Reisterrassen wächst. Für meine Fahrt hatte ich ein Onigiri aus diesem Reis dabei. Wenn ich nach dem Blick über die Felder einen Bissen nehme, möchte ich mir Zeit lassen, die Süße des Reises ganz in Ruhe zu genießen.
Sehenswertes
Geflutete Felder, in denen sich der Himmel spiegelt
Im Frühling liegen die gefluteten Felder wie Spiegel da und fangen den Himmel ein. Als ich den Blick über die von geschwungenen Dämmen abgeteilten Wasserflächen schweifen ließ, wollte ich jedes einzelne Feld ansehen.
Reis genießen und die Terrassen unterstützen
Beim Erhaltungsverein von Ōyama Senmaida können Sie mit dem Kauf von Terrassenreis die Vereinsarbeit unterstützen. Das Angebot heißt „Reis essen, Reisterrassen unterstützen!“. Ich aß mein mitgebrachtes Onigiri und spürte, wie eng diese Landschaft mit dem Reis verbunden ist, den ich sonst ganz selbstverständlich esse.
Streckendaten
Zufahrtsstraße von der Präfekturstraße 34 (Nagasa Kaidō) hinauf zu den Reisterrassen
- Länge
- ca. 1,2 km
Von der Nagasa Kaidō biegen Sie ab und fahren den Hang hinauf. Oben stieg ich aus und sah mir die Wasserflächen im Frühling an.
Die Wegbeschreibung des Erhaltungsvereins nennt die Länge des Anstiegs ab der Abzweigung von der Nagasa Kaidō. Gemeint ist nicht die gesamte Präfekturstraße 34, sondern nur der letzte Abschnitt bis zu den Reisterrassen.
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