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Deutsch

Miyoshi, Präfektur Tokushima

Hinoji-Tal Auf beiden Seiten des Berges erscheint derselbe Fluss

Seit ich den Namen kenne, wirkt die Form des großen Tals auf mich vertrauter.

Lesen Sie von einem Nachmittag Mitte November, an dem ich dem Bogen des Iya-Flusses mit den Augen folge.

Die herbstlich gefärbten Hänge des Hinoji-Tals und der Iya-Fluss, der sich um den mittleren Berghang windet. Die Erzählerin trägt eine schwarze Jacke, ein hellviolettes Oberteil, Jeansshorts und lange schwarze Stiefel. Mit einer Hand am Taschengurt blickt sie ins Tal.

HerbstEin Nachmittag Mitte November

Links sehe ich den Fluss – und auf der anderen Seite des Berges geht er weiter

An einem Aussichtspunkt bleibe ich stehen und halte den Schulterriemen meiner kleinen Tasche fest. Der Berg vor mir ragt mitten ins Tal hinein; links und rechts unter mir sehe ich den Fluss. Zuerst wirkt es, als wären zwei verschiedene Flussläufe zu sehen, doch es ist ein und derselbe Fluss, der um den Berg herumfließt. Langsam erkenne ich in seinem Verlauf die Form des Hiragana-Zeichens für „hi“, nach dem das Tal benannt ist.

Ich stehe neben meiner Freundin und lasse den Blick vom linken zum rechten Flusslauf wandern. Heller Kies liegt am Ufer, darüber ziehen sich die herbstlich gefärbten Hänge nach oben. Wenn ich dem Bogen des Flusses folge, sehe ich erst richtig, wie groß der Berg ist. Das Tal ist tiefer, als ich erwartet hatte; eine Weile fehlen mir die Worte.

Ich ziehe meine schwarze Jacke vor der Brust ein wenig zusammen, während mir der Wind über die Wangen streicht. Auch unter dem wolkigen Himmel ist die Farbe des Flusses klar zu erkennen. Anders als wenn ich nur die Blätter direkt vor mir betrachte, sehe ich hier die Herbstfarben über den ganzen Berghang. Noch immer mit der Hand am Schulterriemen lasse ich den Blick langsam vom oberen Bergrücken bis zum Fluss hinunterwandern.

Meine Freundin hebt ihr Smartphone: „Wie viel vom Fluss passt wohl aufs Foto?“ Ich schaue mit ihr auf das Display und bitte sie, den mittleren Berg groß mit aufs Bild zu nehmen. Nicht nur den Fluss, sondern auch den Berg dazwischen möchte ich festhalten. Was mir erst beim Anblick vor Ort klar wird, bestimmt auch, welchen Bildausschnitt ich wähle.

Nach dem Blick in die Schlucht bekomme ich Lust auf einen Abstecher für eine Portion Iya-Soba. Ich würde gern die dicken, eher kurzen Nudeln probieren und mich dabei mit meiner Freundin über den eben betrachteten Flussbogen unterhalten. Hinoji war für mich vorher nur ein Ortsname. Jetzt habe ich den Bogen des Flusses und den herbstlichen Berg vor Augen. Wenn ich den Namen zu Hause wieder lese, wird mir dieser Anblick bestimmt einfallen.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

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  • Miyoshi, Präfektur Tokushima · Herbst

Spezialität

Iya-Soba

Iya-Soba wird mit viel Buchweizenmehl gemacht; die Nudeln sind dick und eher kurz. Nach dem Blick in die Schlucht möchte ich sie als lokale Spezialität probieren.

Sehenswertes

Der Name spiegelt die Form des Tals

Die Biegung des Iya-Flusses erinnert an das japanische Hiragana-Zeichen für „hi“; daher heißt das Tal Hinoji. Ich möchte den Fluss mit den Augen von links nach rechts verfolgen.

Herbstfarben am ganzen Hang

Im Herbst erleben Sie das tiefe Tal und die Laubfärbung zusammen. Nehmen Sie den ganzen Hang in den Blick, von den nahen Blättern bis zum Bergrücken.

Route über den Iya-Kaidō

Fahrradland Tokushima – Radroute auf dem abgelegenen Iya-Kaidō

Länge der offiziellen Radroute
59,6km
Maximaler Höhenunterschied der Route
348m

Die Präfektur stellt Daten zur gesamten Radroute vor, die durch die Iya-Schlucht und zur Kazura-Brücke führt. Zum Hinoji-Tal gelangen Sie über die Iya-Kaidō auf der Präfekturstraße 32.

Die Pause mit Blick auf die Schlucht möchte ich gern mit einer Fahrt durch die Bergdörfer von Iya verbinden.