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Mito, Präfektur Ibaraki

Auf zu den Pflaumenblüten im Kairakuen Ein früher Frühlingstag und die Geschichte hinter Kōbun-tei

Der Kairakuen in Mito wurde 1842 von Tokugawa Nariaki als Erholungsort für die Bevölkerung eröffnet. Im zeitigen Frühjahr lassen sich dort rund 3.000 Pflaumenbäume aus etwa 100 Sorten bewundern. Ich erzähle Ihnen von meinem Spaziergang Anfang März und davon, was es mit dem Namen Kōbun-tei auf sich hat.

Anfang März spazierte ich durch den Garten und sah zu den Pflaumenblüten hinauf. Seit ich den Ursprung des Namens Kōbun-tei kenne, macht mir der Blick in den Garten noch mehr Freude.

Im frühen Frühling blickt die Erzählerin im Kairakuen zu den Pflaumenzweigen hinauf. Sie trägt ein lavendelfarbenes Strickkleid und einen elfenbeinfarbenen Mantel. Hinter dem Kiesweg ist der Kōbun-tei zu sehen.

FrühlingAm späten Vormittag Anfang März

Ich schaute zu den Blüten auf und fragte mich, was es mit dem Namen Kōbun-tei auf sich hat

Direkt am Kiesweg im Kairakuen stand ein Pflaumenbaum in Blüte. Eigentlich wollte ich weit in die Ferne schauen, doch sein Zweig direkt neben mir zog meinen Blick ganz von selbst nach oben. Als ich unter den Blüten kurz innehielt, glaubte ich einen Hauch von Frühlingsduft wahrzunehmen, und blieb gleich noch einen Moment stehen. Ich wollte heute lieber langsam gehen und den Blüten ganz nahe sein, statt den weitläufigen Garten in Eile zu durchqueren.

Unter meinem kurzen elfenbeinfarbenen Mantel trug ich ein lavendelfarbenes Strickkleid. Am Morgen war es noch kalt gewesen, doch beim Spaziergang in der Sonne spürte ich, wie sich meine Schultern langsam entspannten. Als ich die Hände vor mir zusammenlegte und zu den Zweigen hinaufsah, entdeckte ich zwischen den zarten Blütenblättern den Himmel. Schon so eine kleine Blüte am Ende des Winters zu finden, lässt mein Herz höherschlagen.

Im Kairakuen sollen etwa 3.000 Pflaumenbäume aus rund 100 Sorten stehen. Als ich das hörte, wurde plötzlich auch der Baum neben mir interessant, der mir eben noch genauso vorgekommen war wie alle anderen. Ich ging ein paar Schritte auf dem Gartenweg, achtete auf die unterschiedlichen Blütenformen und darauf, wie die Zweige wuchsen, und blieb wieder stehen. Ich dachte immer, man müsse die Namen genau kennen, um Blumen richtig zu betrachten. Aber inzwischen macht es mir schon Freude, einfach den Zweig näher zu betrachten, der mir gerade ins Auge fällt.

Kōbun ist ein anderer Name für die Pflaume. Der Name geht auf eine alte chinesische Geschichte zurück: „Wenn man sich der Gelehrsamkeit widmete, blühte die Pflaume“, heißt es. Tokugawa Nariaki soll das Gebäude danach benannt haben. Nachdem ich zu den Pflaumenblüten aufgeschaut hatte, musste ich wieder an den Namen denken. Plötzlich schienen Garten und Gebäude für mich zusammenzugehören. Der kompliziert klingende Name blieb mir auf einmal viel leichter im Gedächtnis.

Eine schöne Pause nach dem Blick auf die Blüten bietet das Café Raku im Kōbun-tei mit Matcha und Masu-Desserts. Als ich einen Schluck Matcha trank, ließ die Aufregung vom Morgen, an dem ich die Blumen bewundert hatte, langsam nach. Beim Naschen dachte ich wieder daran, woher der Name Kōbun-tei kommt. Vor meinem inneren Auge tauchten die Pflaumenblüten wieder auf, die ich eben bewundert hatte. So fühlte sich sogar die Pause wie eine Fortsetzung meines Gartenspaziergangs an.

Als ich mich auf den Heimweg machte, hatte ich vor allem den Pflaumenzweig im Kopf, bei dem ich zuerst stehen geblieben war. Mir blieb nicht so sehr in Erinnerung, wie viel ich vom großen Garten gesehen hatte, sondern vor allem dieser eine Moment, in dem ich unter den Blüten den Kopf hob. Gut, dass ich an diesem kalten Morgen einen Mantel angezogen hatte. Das Gefühl, den Frühlingsblüten begegnet zu sein, blieb noch lange, nachdem ich zu Hause angekommen war.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

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  • Mito, Präfektur Ibaraki · Frühling

Genuss auf der Reise

Matcha und Masu-Desserts im Café Raku im Kōbun-tei

Im Café Raku im Kōbun-tei gibt es Matcha und Masu-Desserts. Nach dem Blick auf die Pflaumen freue ich mich schon auf Matcha und etwas Süßes im Café. Als ich einen Schluck Matcha trank, musste ich an die Blüten im Garten denken.

Sehenswertes

Ein Garten zur Erholung der Bevölkerung

1842 eröffnete Tokugawa Nariaki, der neunte Daimyō des Lehens Mito, den Kairakuen als Erholungsort für die Bevölkerung. Der Kairakuen zählt zu den drei großen Gärten Japans. Ich nahm mir Zeit, unter den Pflaumenzweigen stehen zu bleiben und den Garten in Ruhe zu genießen.

Kōbun ist ein anderer Name für die Pflaume

Kōbun ist ein anderer Name für die Pflaume. In einer alten chinesischen Geschichte heißt es, die Pflaume blühe, wenn man sich der Gelehrsamkeit widme. Nach dieser Geschichte benannte Nariaki das Gebäude. Das heutige Kōbun-tei wurde nach seiner Zerstörung beim Luftangriff auf Mito ab 1955 innerhalb von drei Jahren wiederaufgebaut. Nach dem Blick auf die Blüten möchte ich mir den Namen am liebsten gleich einprägen.

Angaben zur Strecke

Wege im Kairakuen

Zwischen den Pflaumenhainen und dem Kōbun-tei lässt sich vieles entdecken. Ich blieb auf dem Kiesweg immer wieder stehen, weil mein Blick an den Zweigen direkt am Weg hängen blieb.

Im Kairakuen möchte ich aus dem Auto steigen und mir Zeit nehmen, die Wege durch den Garten zu genießen. Selbst auf dem Weg zu dem Gebäude in der Ferne ging mein Blick immer wieder zu den Pflaumenblüten.