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Hamada, Präfektur Shimane – auf einer Anhöhe mit Blick auf den Hafen von Hamada

Fahrt zur Straßenraststation Yūhi Park Hamada Hinter der Hamada Marine Bridge steht die Sonne schon tief

Die Straßenraststation Yūhi Park Hamada liegt am Hamada-Bypass der Nationalstraße 9. Von den Wegen und Aussichtspunkten auf der Meerseite aus blickte ich auf die 305 m lange Hamada Marine Bridge und den Hafen. Auf der Bank im Pavillon wartete ich auf den Sonnenuntergang. Ich genoss die pikante Schärfe meines mitgebrachten Akaten und beobachtete, wie sich das Licht über dem Wasser ausbreitete – ein Abend Ende September.

Ende September wollte ich vor Sonnenuntergang gern noch zur Meerseite spazieren. In meinem Kleid mit Blumenmuster und der cremefarbenen Strickjacke habe ich von dort weit über den Hafen geschaut.

Eine Frau in einem weißen Kleid mit hellviolettem Blumenmuster und einer cremefarbenen Strickjacke führt auf dem Weg am Meer bei der Straßenraststation Yūhi Park Hamada ein Stück Akaten zum Mund. Mit der linken Hand hält sie ein Papiertablett. Hinter dem Holzzaun liegen der Hafen von Hamada und die Hamada Marine Bridge; dahinter sind Inseln zu sehen. Die tief stehende Sonne beleuchtet das Meer.

HerbstEnde September, vor Sonnenuntergang

Ein Bissen Akaten – und am liebsten noch ein wenig bleiben

Ende September machte ich mich mit meinem roten Cabrio auf eine Reise entlang der Küste der San'in-Region nach Westen. Von Ariake fuhr ich über die Autobahn bis an die Küste des Japanischen Meeres; von dort ging es jeden Tag ein kleines Stück weiter nach Westen, das Meer stets zu meiner Rechten. Heute, auf dem Weg zu meiner Unterkunft für die 4. Nacht, hatte ich Yūhi Park Hamada als Zwischenstopp für den Sonnenuntergang ausgesucht. Bei einer Straßenraststation, deren Name das Wort „Abendsonne“ enthält, würde sich der Blick auf die Sonne über dem Hafen bestimmt lohnen, dachte ich.

Ich fuhr über den Hamada-Bypass der Nationalstraße 9 und bog auf den Parkplatz der Straßenraststation ein. Von dort ging ich zu Fuß in den Park auf der Meerseite. Dort gibt es einen Spazierweg und eine Aussichtsplattform; je näher ich dem Hafen kam, desto weiter öffnete sich der Blick. Der Wind bauschte die Strickjacke über meinem geblümten Kleid leicht auf. An einer Stelle, von der aus ich über den Holzzaun hinwegsehen konnte, blieb ich stehen. Auf dem Wasser im Hafen spiegelte sich das Licht der Abendsonne.

Vor mir überspannte die Hamada Marine Bridge den Hafen. Von ihrem hoch aufragenden Pylon liefen viele feine Seile auseinander. Ich ließ meinen Blick vom Pylon aus Linie für Linie bis zum Ende der Brücke wandern. Ich hatte vor dem Besuch nachgelesen, dass die 305 m lange Brücke 1999 über dem Fischereihafen Hamada gebaut wurde und als Wahrzeichen der Fischereistadt Hamada gilt. Jetzt, da ich das wusste, wirkte sie plötzlich richtig stolz, wie sie schnurgerade über den Hafen führte.

Als ich langsam Hunger bekam, nahm ich das Akaten heraus, das ich mitgebracht hatte. In der linken Hand hielt ich ein Papiertablett und führte mit der rechten ein Stück zum Mund. Beim ersten Bissen war die Oberfläche schön knusprig, das Innere weich und angenehm elastisch. Dann setzte die Schärfe der Chili ein, und ich musste lächeln. Akaten, Hamadas Spezialität, wird aus Fischpaste mit Chili zubereitet, in Paniermehl gewendet und frittiert. Die Schärfe machte Lust auf mehr, und ich griff gleich nach dem nächsten Stück.

Als ich das Akaten hinuntergeschluckt und wieder aufgeschaut hatte, zog sich die Lichtspur auf dem Wasser weiter als eben. Während ich aß, sank die Sonne also nach und nach. Ich schätzte, an welcher Stelle sie wohl hinter der Insel untergehen würde, hielt 2 Finger nebeneinander und maß damit den Abstand zwischen Sonne und Insel. Als ich nach meinem Blick auf die Brücke wieder hinsah, war aus dem Abstand von 2 Fingerbreiten nur noch 1 geworden.

Als sich die Sonne den Inseln näherte, ging ich hinüber zum Pavillon im Yūhi-Park hinter der Straßenraststation und setzte mich auf eine Bank. Vom Pavillon aus blickte ich von weiter unten aufs Meer als von der Aussichtsplattform. Die Lichtspur auf dem Wasser schien bis zu meinen Füßen zu reichen. Ich zog meine Strickjacke vorn zusammen und beschloss, mein letztes Stück Akaten zu essen, wenn die Sonne die Insel berührte.

Während ich wartete, fiel mir wieder ein, was ich über das Angebot der Straßenraststation gelesen hatte: Im 1. Obergeschoss gibt es ein japanisches Restaurant, in dem man die Meeresfrüchte aus dem Fischereihafen Hamada probieren kann, und im Erdgeschoss einen Food-Court. Heute hatte ich mich für das mitgebrachte Akaten entschieden. Wenn ich das nächste Mal durch Hamada komme, möchte ich mittags Fisch aus dem Hafen essen und danach hier auf dieser Bank warten, bis die Sonne untergeht.

Als die Sonne hinter den Inseln verschwand, aß ich den letzten Bissen. Ich faltete das Tablett zusammen und ging zurück zum Parkplatz. Das Wasser im Hafen wurde schon dunkel, nur die Linien der Brücke zeichneten sich klar ab. Meine Unterkunft für heute Nacht lag noch ein Stück weiter westlich. Ich schaltete die Scheinwerfer ein, legte beide Hände ans Lenkrad und fuhr auf der Nationalstraße 9 wieder nach Westen.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

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Regionale Spezialität

Akaten

Aus Fischpaste, die mit Chili gewürzt, in Paniermehl gewendet und frittiert wird, entsteht die Hamada-Spezialität Akaten. Seine pikante Schärfe macht Lust auf den nächsten Bissen. Ich habe das Akaten, das ich mitgebracht hatte, zusammen mit dem Blick auf den Hafen genossen.

Sehenswertes

Hafen und Hamada Marine Bridge auf einen Blick

Von der Straßenraststation aus können Sie die Hamada Marine Bridge und den Hafen überblicken. Die 305 m lange Brücke wurde 1999 gebaut. Ich ließ meinen Blick von den feinen Seilen am Pylon über die Brücke bis aufs Meer wandern.

Aussteigen und auf den Sonnenuntergang warten

Gehen Sie vor Sonnenuntergang auf die Meerseite und schauen Sie auf das Licht, das sich im Hafenwasser spiegelt. Wenn die Sonne immer tiefer sinkt, möchte ich meine Pause am liebsten noch ein bisschen verlängern.

Eine Pause mit Akaten

Ein Bissen Akaten, Hamadas Spezialität, und die pikante Chili-Schärfe ist sofort da. Ich schaue aufs Meer und nehme noch einen Bissen. Es macht Spaß, die Spezialität zu probieren und dabei auf den Sonnenuntergang zu warten.

Wissenswertes zur Brücke und zum Ort

Hafenblick vom Park hinter der Straßenraststation

Länge der Hamada Marine Bridge
305m
Eröffnungsjahr der Hamada Marine Bridge
1999

Ich möchte bei der Straßenraststation Yūhi Park Hamada aussteigen und mit Blick auf den Hafen eine Pause machen. Wenn ich vor Sonnenuntergang vorbeifahre, freue ich mich schon darauf, auf der Meerseite spazieren zu gehen.

Auf einer Fahrt über den Hamada-Bypass der Nationalstraße 9 lohnt sich ein Abstecher zur Straßenraststation. Wenn Sie das Auto parken und bis zum Park am Meer gehen, können Sie den Hafen von Hamada in Ruhe betrachten.