Zum Inhalt springen
PROJECT ZQQ
Deutsch

Takashima, Präfektur Shiga

Rund um den Shirahige-Schrein Blick auf den Biwa-See und das große Torii im Wasser

An einem Frühlingsnachmittag lohnt sich neben dem Schreinbesuch auch der Blick vom Aussichtspunkt „Aiko-Shirahigodai“ direkt vor dem Schreinbüro. Bei meinem Besuch im Mai blieb ich auf dem Gelände stehen und schaute zum Torii im See hinüber. Ich erzähle Ihnen vom Shirahige-Schrein, an dem Menschen für ein langes Leben beten, und von Takashima-Tonchan, das ich auf dem Rückweg unbedingt probieren möchte.

Hinter dem Torii erstreckte sich der See noch weit. Ich erzähle Ihnen von diesem Anblick und meiner Reise an diesem Tag.

Auf dem Gelände des Shirahige-Schreins blickt eine Frau in mintfarbenem Oberteil und weißem Minirock auf den Biwa-See. Im Wasser steht ein großes Torii, daneben ist die rote Aussichtsplattform „Aiko-Shirahigodai“ zu sehen.

FrühlingEin Nachmittag im Mai

Hinter dem Torii lag noch mehr See

Als ich das Schreingelände betrat, sah ich jenseits der Nationalstraße das Torii im See. Von Fotos kannte ich seine Form schon, doch die Weite des Sees ringsum hat mich trotzdem überrascht. An diesem Nachmittag im Mai trug ich ein mintfarbenes Oberteil und einen weißen Minirock. Mitten auf dem Weg blieb ich stehen. Ich war eigentlich nur wegen des Torii hergekommen, doch irgendwann wanderte mein Blick bis zu den fernen Bergen dahinter.

Zu meiner Rechten führte eine rote Treppe hinauf zur Aussichtsplattform „Aiko-Shirahigodai“. Sie wurde vor dem Schreinbüro angelegt, damit man das Torii im See betrachten kann. Statt näher ans Wasser zu gehen, sah ich mir das Ganze vom Schreingelände aus an. Von dort war viel besser zu erkennen, wie das Torii im See steht. Es war, als betrachtete ich nicht einfach ein einzelnes Bauwerk, sondern eine Form, die ganz selbstverständlich zur Seelandschaft gehörte.

Der Shirahige-Schrein wird auch „Shirahige-san“ oder „Myōjin-san“ genannt; die hier verehrte Gottheit gilt als Beschützerin eines langen Lebens. Als ich davon erfuhr, wusste ich sofort, worum ich bitten wollte: dass ich noch lange gesund auf Reisen gehen kann. Ich würde mich freuen, bei meinem nächsten Besuch wieder denselben See zu sehen. Heute kam mir dieser Wunsch ganz von selbst, ohne dass ich mir erst etwas Großes ausdenken musste.

Auf dem Schreingelände steht auch ein Denkmal mit einem Gedicht, das Yosano Tekkan und seine Frau Akiko bei ihrem Besuch verfasst haben. Vielleicht hat auch damals jemand beim Blick auf den See Lust bekommen, das Erlebte in Worte zu fassen. Ich wollte schon mein Handy zücken, steckte es dann aber wieder weg. Bevor ich ein Foto machte, wollte ich mir die Weite noch ein wenig einprägen und ließ den Blick langsam über das Wasser zu beiden Seiten des Torii wandern.

Als ich mit dem Schreinbesuch fertig war, bekam ich langsam Hunger. In Takashima gibt es „Takashima-Tonchan“, ein Gericht aus Hähnchenfleisch mit Misosauce. Beim Namen hatte ich zuerst an Schweinefleisch gedacht – dabei ist es Hähnchen. Ich erfuhr auch, dass man das Fleisch mit Gemüse anbraten oder für gebratene Udon-Nudeln verwenden kann. Auf einmal freute ich mich sogar schon auf das Essen zu Hause.

Bevor ich das Schreingelände verließ, drehte ich mich noch einmal um: Jenseits der Kiefern lag noch mehr See. Die Form des Torii kann ich mir sofort merken, aber die ganze Weite des Sees lässt sich mit einem einzigen Foto nicht einfangen. Vielleicht zieht es mich deshalb wieder hierher. Auf meinem Weg dachte ich schon daran, bei der nächsten Fahrt nach Takashima auch Zeit einzuplanen, um Tonchan zu probieren.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

Bilder von diesem Ort1 Bilder

  • Takashima, Präfektur Shiga · Frühling

Spezialität

Takashima-Tonchan

Takashima-Tonchan ist eine Spezialität aus Takashima: Hähnchenfleisch mit Misosauce. Man kann das Fleisch zusammen mit Gemüse braten oder für gebratene Udon-Nudeln verwenden. Beim Namen dachte ich zuerst an Schweinefleisch – nun bin ich auf dem Rückweg auch gespannt, wie es wohl schmeckt.

Sehenswertes

Das Torii im See und das Schreingebäude jenseits der Nationalstraße

Das große, zinnoberrote Torii steht im See; zwischen ihm und dem Schreingebäude verläuft die Nationalstraße 161. Vom Schreingelände aus blieb mir neben dem Torii vor allem die Weite des Biwa-Sees im Gedächtnis.

Ein Besuch, der Lust auf die nächste Reise macht

Der Shirahige-Schrein wird als Ort verehrt, an dem man für ein langes Leben betet. Seine Hauptgottheit Sarutahiko-no-Mikoto gilt auch als Gottheit, die den Weg weist. Ich habe mit einem ganz schlichten Wunsch gebetet: Ich möchte gesund meine nächste Reise genießen können.

Streckendaten

Nationalstraße 161 am Shirahige-Schrein

Diese Straße führt zwischen dem Torii im See und dem Schrein vorbei. Nehmen Sie sich bei Ihrem Besuch Zeit für den Ausblick vom Aussichtspunkt auf dem Schreingelände.

Planen Sie auch Zeit ein, um den Ausblick auf sich wirken zu lassen.