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Nagahama, Ōzu, Präfektur Ehime

Zum Aussichtspark Hijikawa-Arashi Ein Morgen, an dem mein Blick dem Nebel bis zum Meer folgte

An einem Wintermorgen machte ich einen kleinen Abstecher zum Aussichtspark Hijikawa-Arashi in Nagahama, Ōzu, in der Präfektur Ehime. Von der Anhöhe sah ich zu, wie der Nebel vom Oberlauf bis zur Mündung hinauszog, und freute mich auf die lokale Süßigkeit Shigure. Weil mich die Grenze zwischen Fluss und Meer so neugierig machte, blieb ich länger dort stehen als geplant. Davon erzähle ich hier.

An einem Dezembermorgen blickte ich über Nagahama. Ich trug einen blassrosa Mantel und einen Schal und sah dem Nebel über dem Fluss zu. Die Packung Shigure hatte ich noch nicht geöffnet.

Eine Frau in einem blassrosa Wintermantel und einem weißen Schal hält ein noch ungeöffnetes weißes Papierpäckchen mit beiden Händen. Vom Aussichtspark Hijikawa-Arashi blickt sie über die Stadt und die Brücke auf den Nebel, der sich bis zur Flussmündung ausbreitet.

WinterEin Morgen im Dezember

Bevor ich das Päckchen öffne, will ich sehen, wie der Nebel bis zum Meer reicht

An einem Dezembermorgen fuhr ich von Nagahama aus die Anhöhe hinauf. Ich stieg aus dem Auto und ging in den Aussichtspark. Über dem Fluss zog sich ein langer weißer Nebelschleier. Unter mir lagen die Dächer der Stadt, dahinter, jenseits der Flussmündung, das Meer. Es sah aus, als verbände der Nebel beides. Mit dem Päckchen Shigure in beiden Händen konnte ich mich eine ganze Weile nicht vom Fleck rühren.

Wie ich gehört habe, entsteht der Hijikawa-Arashi, wenn kalte Luft und Nebel aus dem Ōzu-Becken dem Flusslauf folgen und bis zum Meer hinausziehen. Zuerst dachte ich, der Nebel würde an der Mündung verschwinden. Doch auch über dem Meer breitete sich das Weiß aus. Als ich dem Nebel über das Meer hinaus mit den Augen folgte, wirkte die Landschaft plötzlich viel größer als noch vor einem Moment, als ich nur den Fluss betrachtet hatte.

Der Wind strich gegen den Ärmel meines Mantels; ich zog den Schal ein Stück höher. Mal verschwanden die Häuser der Stadt im Nebel, mal wurden ihre Konturen sichtbar. Auch der weiße Nebelstrom neben der Brücke zog meinen Blick an; ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte. Nun schien ich das Meer besser erkennen zu können, also wandte ich mich wieder ihm zu. Obwohl ich am selben Platz stand, entdeckte ich mit jedem Blick etwas anderes.

Das weiße Päckchen in meinen Händen enthielt Nagahamas Shigure, eine Süßigkeit aus Adzukibohnen. Süße und Konsistenz unterscheiden sich je nach Konditorei, hatte ich gehört. Ich hatte sie als Snack für den Tag mitgebracht, doch jetzt wollte ich die Packung noch nicht öffnen. Ich dachte, der Nebel könnte sich schon während eines einzigen Bissens verändern. Also hielt ich nur eine Ecke des Päckchens mit dem Finger fest – und sah wieder zum Fluss. Zu Hause kann ich diese Süßigkeit genießen und dabei an diesen Morgen zurückdenken.

Während ich den Nebel beobachtete, ließ ich den Blick auch zum fernen Meer schweifen. In Flussnähe lag der Nebel in weißen Schichten; dahinter leuchtete noch das Blau des Meeres. Es machte mir Freude, die Grenze zwischen Nebel und Meer zu entdecken, und ich wollte den Anblick noch einen Moment länger genießen, bevor ich ein Foto machte. Ich war heute extra früh aufgestanden, um hierherzukommen, doch an die Müdigkeit dachte ich längst nicht mehr.

Bevor ich zum Auto zurückging, drehte ich mich noch einmal um. Stadt, Fluss und Meer sahen aus wie eben. Trotzdem wollte ich mir noch einmal ansehen, wie weit der Nebel reichte. Das Päckchen Shigure hielt ich immer noch in beiden Händen. Zeit, die Shigure zu genießen, dachte ich. Ich war froh, dass dieser Wintermorgen ein bisschen länger geworden war, und ging ganz in Ruhe los.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

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  • Nagahama, Ōzu, Präfektur Ehime · Winter

Spezialität

Nagahama-Shigure

Nagahama-Shigure ist eine Süßigkeit aus Ōzu, die von Inada Kashihō, Yoneda Kashihō und Tamai Kashihō in Nagahama hergestellt wird. Sie wird aus roten Adzukibohnen hergestellt; je nach Geschäft unterscheiden sich Konsistenz und Süße. Ich wollte dem Nebel nachsehen und konnte deshalb mein mitgebrachtes Päckchen Shigure nicht öffnen. Später möchte ich das weiche Gebäck genießen und dabei an diesen Morgen zurückdenken.

Sehenswertes

Nebel, der vom Fluss bis zum Meer zieht

Beim Hijikawa-Arashi strömen kalte Luft und Nebel aus dem Ōzu-Becken entlang des Flusses bis zum Meer und breiten sich dort aus. Wenn Sie den Nebel über die Mündung hinaus verfolgen, spüren Sie, wie weit sich die Landschaft öffnet.

Eine Anhöhe mit Blick auf Stadt und Flussmündung

Der Aussichtspark liegt auf einer kleinen Anhöhe über Nagahama. Ich schaute erst auf die Dächer der Stadt, dann über die Brücke und die Flussmündung hinaus aufs Meer. Dass unter dem Nebel eine Stadt lag, in der Menschen lebten, machte mich nur noch neugieriger auf diesen Anblick.

Fahrt hinauf zur Anhöhe

Von der Küste Nagahamas zum Aussichtspark

Ab der Nationalstraße 378
Mit dem Auto etwa 10 Minuten
Höhe des Aussichtsparks
Rund 159 m

Von der an der Küste verlaufenden Nationalstraße 378 führt die Straße hinauf zur Anhöhe. Am Ziel steigen Sie aus und genießen den Blick, der sich über die Flussmündung hinaus erstreckt.

Die Fahrzeit ist im Tourismusartikel der Präfektur angegeben; die Höhenangabe bezieht sich auf den Aussichtspark. Es klingt reizvoll, morgens auf der Anhöhe Halt zu machen und anschließend durch Nagahama zu schlendern.