Präfektur Kanagawa · Hakone
Hakone-Yumoto Onsen Mit noch warmen Fingerspitzen das Yosegi-Muster betrachten
An einem Abend Mitte Januar blickte ich nach dem Bad in Hakone-Yumoto auf den Fluss Hayakawa. Als ich das kleine Kästchen aus Hakone-Holzintarsien in meiner Hand ins Licht hielt, blieb mein Blick wieder an den feinen Mustern hängen. Der Abstecher sollte eigentlich nur dem Bad gelten – nun hatte ich auch eine Erinnerung mehr, die ich gern mit nach Hause nehmen wollte.
Lesen Sie die Geschichte und entdecken Sie die Höhepunkte dieser Jahreszeit. Betrachten Sie die Landschaft gemeinsam mit mir.
WinterEin Abend Mitte Januar
Beim Blick auf das kleine Kästchen wurde mir der Abschied schwer
An einem Abend Mitte Januar betrachtete ich nach dem Onsen-Besuch den Fluss Hayakawa in Hakone-Yumoto. Selbst als die kalte Luft meine Wangen streifte, blieb die Wärme des Bads noch in meinem Körper. Ich seufzte unwillkürlich tief, und mein Atem stand weiß in der Luft. Da wusste ich schon: Wie gut, dass ich diesen Abstecher gemacht habe.
In der Hand hielt ich ein kleines Yosegi-Kästchen. Nach dem Bad fiel es mir ins Auge, und ich entschied mich spontan dafür. Ich wollte die feinen Muster noch einmal sehen, also hob ich das Kästchen mit beiden Händen ins Licht. Die unterschiedlichen Holzfarben lagen nebeneinander und fügten sich zu wunderschönen kleinen Formen zusammen.
Sobald mein Blick einer Form folgte, entdeckte ich gleich daneben schon die nächste. Wo war noch gleich das Muster, das ich eben betrachtet hatte? Ich drehte das Kästchen ein wenig zurück und suchte die Stelle. Ich wollte genau hinsehen, doch mein Blick blieb prompt wieder woanders hängen. So klein das Kästchen auch war – es gab unglaublich viel darin zu entdecken.
Als ich vom Kästchen aufsah, fiel mein Blick auf den Fluss Hayakawa. Gerade hatte ich noch die winzigen Muster betrachtet, und plötzlich kam mir die Landschaft so weit vor. Während ich dem Fluss lauschte und das Kästchen wieder in die Hände nahm, hatte ich das Gefühl, nicht nur zum Baden hier zu sein, sondern auch meinen Aufenthalt in Hakone-Yumoto richtig zu genießen.
Wenn ich wieder zu Hause bin, zeige ich das Kästchen meiner Freundin, mit der ich oft auf Tour bin. Sie wird mich bestimmt fragen, was ich hineintun will. Ich hatte es wegen des Musters ausgesucht und mir noch gar nicht überlegt, was hineinkommen sollte. Mir kam es komisch vor, dass mir das Kästchen selbst schon so wichtig geworden war – da musste ich wieder leise lachen.
Nachdem ich noch eine Weile auf den Fluss geschaut hatte, verstaute ich das Kästchen. Meine Fingerspitzen waren vom Bad noch ganz warm, und ich hatte mir die Muster der Holzintarsien immer wieder angesehen. Jedes Mal, wenn ich das Kästchen zu Hause öffne, möchte ich mich an diesen Abend erinnern. Ich bin wirklich froh, vor der Heimfahrt noch in Hakone-Yumoto Halt gemacht zu haben.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
Regionale Spezialitäten
Hakone-Onsen-Manjū
Bei Marushima Honten in Hakone-Yumoto gibt es das Onsen-Manjū. Nach dem Onsen-Besuch und dem Staunen über mein kleines Kästchen aus Hakone-Holzintarsien würde ich am liebsten auch noch etwas Süßes als Mitbringsel aussuchen. Zu Hause könnte ich es genießen und dabei von heute erzählen.
Sehenswertes
Hakone-Yumoto, das Tor zu Hakone
Hakone-Yumoto ist ein für Hakone typischer Onsen-Ort. Hakone-Yumoto wird unter Hakones siebzehn Onsen als der Ort mit der längsten Geschichte beschrieben. Als ich nach dem Bad erleichtert ausatmete, dachte ich: Gut, dass ich heute hergekommen bin.
Das Farbspiel der Hakone-Holzintarsien
Die Hakone-Holzintarsien sollen Ende der Edo-Zeit in Hatajuku entstanden sein. Bei dieser Kunst werden Hölzer mit unterschiedlichen Farben und Maserungen zu Mustern zusammengefügt. Zunächst fertigte man so Tabletts und Kästchen. Auch wenn ich das Muster auf meinem kleinen Kästchen schon oft gesehen hatte, wollte ich immer wieder eine neue Form darin entdecken.
Anreise und Fahrspaß
Über den Bahnhof Hakone-Yumoto zum Onsen-Viertel
- Ausgangspunkt
- Bahnhof Hakone-Yumoto
- Zweck der Reise
- Onsen und Bummel durch den Ort
Hier laufen die Bahnlinien in Hakone und Busverbindungen zu den verschiedenen Gebieten zusammen; der Bahnhof Hakone-Yumoto gilt als Tor zur Region. Vor dem Bahnhof reihen sich Souvenirläden und Restaurants aneinander. Nach einer Pause im Onsen wollte ich gern auch die Eindrücke aus dem Ort mit nach Hause nehmen.
Rufen Sie Hakone-Yumoto Onsen auf der Karte auf und verbinden Sie den Onsen-Besuch mit einem Bummel durch den Ort. Auch zu Hause wollte ich mich noch an den Augenblick erinnern, in dem ich nach dem Bad das kleine Yosegi-Kästchen betrachtet hatte.
Weitere Berichte zu Ausflugszielen
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, schauen Sie sich doch auch diese Ausflugsziele in der Nähe an. Zu jedem dieser Orte bin ich zu verschiedenen Jahreszeiten immer wieder zurückgekehrt.