Shiretoko-Shari, Hokkaido
Zwei weiße Wasserströme direkt vor mir Im herbstlichen Shiretoko die Treppe hinauf zum Klang des Wassers
Am Oshinkoshin-Wasserfall an der Nationalstraße 334 gelangt man vom Parkplatz über eine Treppe dicht an das Wasser. Auf einer Herbstreise würde ich gern zwischen bunten Bäumen den Sprühnebel spüren.
Eine Vormittagstour mit Blick auf die Herbstbäume und Zeit vor dem in zwei Ströme geteilten Wasserfall.
HerbstEin Vormittag Anfang Oktober
Sprühnebel an der Wange, Wasserfallrauschen im Ohr
An einem Morgen Anfang Oktober fuhr ich von der Nationalstraße 334 auf den Parkplatz am Oshinkoshin-Wasserfall. Schon beim Aussteigen hörte ich Wasser. Beim Treppensteigen wurde es immer lauter. Als ich hinter dem Holzzaun den weißen Strom entdeckte, blieb ich unwillkürlich stehen. Eben noch war ich an der Küste gefahren, und hier erfüllte das Rauschen des Wasserfalls alles.
Ich schaute am nassen Fels hinauf: links ein schmalerer, rechts ein breiterer Strom. Obwohl es derselbe Wasserfall war, fiel das Wasser verschieden, und ich sah abwechselnd hin. Weil er sich unterwegs in zwei Ströme teilt, wird er auch „Wasserfall der zwei Schönheiten“ genannt. Eigentlich dachte ich, dass ich dem rechten Strom mit den Augen folgte. Doch auch das links am Fels aufspritzende Wasser zog mich an, und ich konnte kaum wegsehen.
Als der Wind zu mir drehte, traf kalte Gischt meine Wange. „Oh, das eben!“, rief ich, hob die Hand und sah wieder zum Wasserfall auf. Unter meiner altrosafarbenen Jacke trug ich zwar Strick, doch das Wasser im Gesicht war kühl. Ich hatte mir einen Wasserfall aus der Ferne vorgestellt und freute mich über diese Nähe. Man konnte ihn also nicht nur hören, sondern auch auf der Haut spüren.
Oberhalb und neben dem Wasserfall standen herbstlich gefärbte Bäume. Das Wasser kam kraftvoll zwischen den Blättern hervor und strömte immer weiter über den nassen Fels. Auf der Wegseite des Zauns rückte ich meine Schultertasche zurecht und betrachtete eine Weile die Bewegung. Nachdem ich die Kamera gesenkt hatte, schien ich sogar die kleinen Spritzer und das Schwanken der Zweige besser wahrzunehmen.
Beim Hinuntergehen dachte ich daran, zum Mittagessen in Utoro Herbstlachs zu probieren. Das Restaurant der Straßenraststation Utoro Shirietoku soll jahreszeitlich passende Lachsgerichte aus Shiretoko anbieten. Als ich eine Hand an die vom Wasserfall gekühlte Wange legte, freute ich mich noch mehr auf warmes Essen. Heute in Shiretoko wollte ich beides genießen: die Kraft des Wasserfalls und die Speisen dieser Jahreszeit.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
Spezialität
Herbstlachs aus Utoro
Der Tourismusverband Shiretoko-Shari stellt die saisonalen Gerichte an der Straßenraststation Utoro Shirietoku vor. Nach dem Wasserfall würde ich zum Mittagessen gern ein Gericht mit Herbstlachs wählen.
Sehenswertes
Zwei Wasserströme mit unterschiedlicher Form
Weil sich der Fall unterwegs nach links und rechts teilt, trägt er den Beinamen „Wasserfall der zwei Schönheiten“. Als ich vom Fußweg hinaufschaute und die Gischt an meiner Wange ankam, staunte ich über seine Nähe.
Ein Wasserfall am Eingang zu Shiretoko
An der Nationalstraße 334 Richtung Shiretoko liegt dieser Wasserfall, einer von Japans 100 ausgewählten Wasserfällen. Unterwegs kann man aussteigen und ganz in das Rauschen des Wassers eintauchen.
Angaben zu Straße und Reise
Vom JR-Bahnhof Shiretoko-Shari zum Wasserfall
- Ungefähre Fahrzeit
- Etwa 30 Minuten
- Straße
- An der Nationalstraße 334
Die Fahrt an der Küste möchte ich mit Zeit direkt vor dem Wasserfall verbinden.
Vom JR-Bahnhof Shiretoko-Shari sind es etwa 30 Autominuten. Ich möchte die Nationalstraße 334 entlangfahren und am Wasserfall eine Pause einlegen.
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