Zum Inhalt springen
PROJECT ZQQ
Deutsch

Oga, Präfektur Akita

Fahrt zum Dreh-Aussichtsturm am Kanpu-zan Zu den Grashügeln hinaufschauen und ein Stück Anpura-Mochi probieren

Im Juni schien der Himmel über dem grasbewachsenen Hang des Kanpu-zan endlos weit. Ich konnte mich kaum entscheiden, womit ich anfangen sollte: mit dem Rundumblick aus dem runden Aussichtsturm oder mit einem Anpura-Mochi aus Oga. Und selbst dass ich eine Weile zwischen beidem schwankte, machte mir an diesem Nachmittag Spaß.

Lesen Sie von einem Juninachmittag, an dem ich zum Grashügel hinaufsah und bei einer kleinen Pause Anpura-Mochi genoss.

Am Parkplatz des Kanpu-zan steht im Frühsommer eine Frau in hellgelber Bluse und weißem Rock neben ihrem roten Cabrio. Sie hält einen Teller und einen Spieß mit Anpura-Mochi und schaut zum Dreh-Aussichtsturm oben auf dem Hügel hinauf.

SommerEin Juninachmittag

Ein Grashügel, bei dessen Anblick ich sogar mit dem Essen innehielt

An einem Juninachmittag stellte ich mein Auto auf dem Parkplatz am Kanpu-zan ab. Ich war mit offenem Verdeck hergefahren und spürte noch immer den Wind in den Haaren. Als ich die Tür schloss und aufsah, entdeckte ich oben auf dem Grashügel den runden Aussichtsturm. Mein Blick folgte der Treppe bis zum Gebäude, und ich wollte unbedingt wissen, wie das Meer von dort oben aussah.

Der Aussichtsraum braucht 13 Minuten für eine volle Umdrehung, hieß es. Ich musste also nicht selbst im Kreis laufen; stattdessen zog die Landschaft langsam an mir vorbei. Ich dachte, ich hätte die ganze Zeit aufs Meer geschaut, doch dann öffnete sich vor mir auch die Weite des Landes. Da wollte ich noch ein bisschen länger bleiben. Das Warten darauf, welche Aussicht als Nächstes vor dem Fenster vorbeizog, wurde selbst zum Teil des Reisevergnügens.

Der Gipfelbereich war mit Rasen bedeckt, und nichts versperrte die Aussicht. Als ich der fernen Küstenlinie mit den Augen folgte, schien mein Blick plötzlich viel weiter zu reichen als zuvor, als ich noch nur den Straßenverlauf verfolgt hatte. Dass ich selbst bis hierher gefahren war, rührte mich.

Für eine Pause holte ich mir ein Anpura-Mochi. Im Oga-Dialekt soll „anpura“ Kartoffel heißen. Als ich den Namen hörte, stellte ich mir erst ein süßes Mochi vor. Doch kaum hatte ich ein Stück von dem mit Sesam-Misosauce überzogenen Anpura-Mochi probiert, wollte ich gleich noch einen Bissen. Ein Name, den ich noch nie gehört hatte, und ein leckerer Snack – beides zusammen blieb mir in Erinnerung.

Ich ging zurück zu meinem Auto und schaute mit dem Spieß in der Hand noch einmal zum Hügel hinauf. Eben war ich noch oben im Aussichtsturm gewesen, jetzt stand ich wieder hier unten neben dem Auto. Ich wollte gerade abbeißen, doch mein Blick hing schon wieder am Gebäude und an der Treppe. Essen wollen und gleichzeitig weiterstaunen – gar nicht so einfach.

Nachdem ich den letzten Bissen gegessen hatte, stellte ich den leeren Teller ab. Obwohl ich die Aussicht von oben schon gesehen hatte, wollte ich mir die Form des Grashügels noch ein bisschen länger einprägen. Für die Rückfahrt schaute ich nach vorn, hielt das Lenkrad und spürte den Wind durchs Fenster, während ich den Hang hinunterfuhr. Bei meinem nächsten Ausflug nach Oga möchte ich diese kleine Pause wieder einplanen.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

Bilder von diesem Ort1 Bilder

  • Oga, Präfektur Akita · Frühsommer

Spezialität

Anpura-Mochi

Das Anpura-Mochi ist eine Spezialität aus Oga: Geriebene Kartoffeln werden mit einem Bindemittel verknetet. Am Dreh-Aussichtsturm am Kanpu-zan wird das Mochi warm und mit Sesam-Misosauce serviert. Als ich mit Blick auf den Hügel einen Bissen nahm, wollte ich am liebsten gleich weiteressen und noch länger schauen.

Sehenswertes

Meer und Land in 13 Minuten im Blick

Vom 4. Stock aus sehen Sie die Küstenlinie von Akita bis nach Oga und Ōgata-mura, das auf dem trockengelegten Grund von Hachirōgata entstanden ist. Da sich das Panorama langsam verändert, schaute ich immer wieder in die Richtung, die mich gerade interessierte.

Anpura heißt Kartoffel

Anpura-Mochi wird in Oga schon seit langer Zeit als regionale Spezialität zubereitet. Seit ich weiß, was „Anpura“ bedeutet, finde ich es spannend, die vertraute Kartoffel auf einmal als regionalen Snack zu entdecken. Da wollte ich mir den Spieß gleich noch genauer ansehen.

Fahrt und Aussichtsturm im Überblick

Fahrt zum Kanpu-zan und zum Dreh-Aussichtsraum

Mit dem Auto ab Bahnhof Wakimoto
ca. 10 Minuten
Dauer einer Umdrehung des Aussichtsraums
13 Minuten

Der Aussichtsturm liegt oben auf dem Hügel und ist vom Bahnhof Wakimoto mit dem Auto erreichbar. Sobald der grasbewachsene Hang auftaucht, freue ich mich schon darauf, von oben aufs Meer zu schauen.

Für die Fahrzeit gilt der Richtwert der Tourismusvereinigung der Präfektur Akita; die Umdrehungsdauer stammt aus den Angaben der Anlage. Die Zahlen bezeichnen weder die Streckenlänge noch den Höhenunterschied. Ich möchte auch etwas Zeit für einen ruhigen Aufenthalt auf dem Aussichtsturm einplanen.