ROUTE 1 - ASHINOKO
Über diesen Track
Mit der Wärme des Morgens noch in den Fingerspitzen: Motorstart. Zwei Herzschläge legen sich über den Morgen in Hakone. Je weiter wir die Nationalstraße 1 hinauffahren, desto mehr fällt das Weiß des Dampfes hinter uns zurück, und das Blau des Ashi-Sees lässt das Metronom in der Brust einen halben Takt vorausspringen. Durch das Tor und auf die Ashinoko Skyline. Die weiße, gestrichelte Linie am Straßenrand sieht heute wie Noten aus; ich singe sie mit dem rechten Fuß und reguliere meinen Atem am Lenkrad. Die Melody Road erklingt, ich werde übermütig, versuche eine Harmonie zu singen und verfehle den Ton grandios – in diesem Moment bricht aus dem gelben Sportwagen neben mir schallendes Gelächter aus. In der Aussichtskurve zeigt der Fuji für einen kurzen Augenblick sein Gesicht, sein weißer Gipfel und das Blau des Sees verbinden sich zu einer einzigen Linie. Am Seeufer blitzt das rote Torii des Hakone-Schreins hinter dem Nebel auf, und auf der Ekiden-Geraden verschmelzen Fahrbahn, Klang und Sicht zu einer Einheit; die blaue Fläche und die weiße Linie ziehen geradewegs durch die Mitte meiner Brust. Eine Geschichte über eine Runde um den Ashi-See, in die der Wechsel der Morgenfarben von Weiß über Transparent zu Blau in einen rasanten Eurobeat eingenäht ist.
Songtext
Streckentagebuch
Die im Bad zurückgewonnene Körperwärme verweilt noch sanft in meinen Fingerspitzen. Erholung, Fortschritt, siebzig Prozent. Als ich auf dem Parkplatz das Lenkrad greife, klappert das Gummiband des Spindschlüssels an meinem Handgelenk. ... Ich hatte vergessen, ihn abzunehmen. Fast hätte ich ihn versehentlich mitgenommen. Was ich jetzt brauche, ist nicht dieser, sondern der Zündschlüssel. Ich drücke den Knopf, und der Motor heult auf. Wenn ich ins Auto steige, werde ich gewissermaßen als eine etwas andere Person wiedergeboren... so sollte es jedenfalls sein. Wahrscheinlich.