Stadt Izumo, westlicher Teil der Shimane-Halbinsel
Mit dem Auto zum Windradpark Uppurui Weiße Windräder über mir, Uppurui-Nori in der Hand
Der japanische Ortsname hat eine ungewöhnliche Lesung: „Uppurui“. Im Windradpark Uppurui am Kap im Westen der Shimane-Halbinsel können Sie aus dem Auto steigen und zu den weißen Windrädern hinaufschauen. Ihre Türme sind aus der Nähe so gewaltig, dass Sie bestimmt einen Moment stehen bleiben. An einem sonnigen Dezembervormittag habe ich mir den Schal umgelegt und aufs Japanische Meer geschaut.
An einem sonnigen Dezembervormittag ziehe ich Mantel und Schal an und fahre zum Kap. Nachdem ich die Windräder bestaunt habe, möchte ich auch den Blick auf das Japanische Meer jenseits des Zauns richten.
WinterEin sonniger Vormittag im Dezember
Erst die Windräder, dann das Tütchen Uppurui-Nori
An einem Dezembermorgen parke ich am Windradpark Uppurui und steige aus. Ich mache meinen pinken Mantel zu und rücke den cremefarbenen Schal näher an den Hals. Der Himmel ist klar, aber die Luft auf meinen Wangen ist kalt – im Auto war die Luft ganz anders. Jetzt merke ich erst richtig, dass ich am Kap angekommen bin, und möchte ein wenig herumgehen.
Als ich bis zum Holzgebäude gehe, ragt dahinter ein riesiger weißer Turm auf. Ein Windrad aus der Nähe – allein sein Turm ist schon so breit! Als ich ihn mit dem Dach des Gebäudes vergleiche, komme ich mir plötzlich ziemlich klein vor. Ich richte mich auf und schaue noch ein Stück höher. Jetzt, da ich aus dem Auto gestiegen und bis hierhergekommen bin, spüre ich die Größe der Windräder beinahe am eigenen Leib.
Da hole ich das kleine Tütchen Uppurui-Nori heraus, das ich mitgebracht habe. In dem durchsichtigen Tütchen liegen die schwarzen Algen übereinander. Ich halte es mit beiden Händen fest und starre darauf; eben noch war mein Blick auf die Windräder gerichtet, jetzt klebt er an dem, was ich in den Händen halte. Die Felsenalgen aus dieser Gegend sind eine Izumo-Spezialität und für ihr feines Aroma bekannt. Jetzt, nachdem ich aufs Meer direkt vor mir geschaut habe, frage ich mich umso mehr, wie sie wohl duften.
Als ich den Kopf hebe, sehe ich das Japanische Meer hinter dem Zaun. Ich lasse den Blick zwischen dem Tütchen in meinen Händen und dem Meer hin und her wandern und erinnere mich daran, dass diese Algen auch in der Zōni-Suppe zum japanischen Neujahrsfest verwendet werden. Wenn ich wieder zu Hause bin, möchte ich etwas davon auf meine Suppe geben und probieren. Bei der Vorstellung bekomme ich richtig Lust auf etwas Warmes. Ich drücke die Wange an meinen Schal und schaue noch einmal aufs Meer.
Auch nachdem ich das Tütchen eingesteckt habe, geht mir der weiße Windradturm nicht aus dem Kopf, und ich drehe mich noch einmal um. Es freut mich, dass ich ihn heute aus der Nähe sehen konnte. Wenn ich die Nori zu Hause probiere, werde ich dann an den Windradturm, zu dem ich hinaufgeschaut habe, und an das Wintermeer denken? Dass mich zu Hause noch etwas Leckeres erwartet, macht selbst die Rückfahrt beschwingt. Auf dem Weg zurück zum Auto denke ich schon an den Tag, an dem ich Zōni koche.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
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Stadt Izumo, westlicher Teil der Shimane-Halbinsel · Winter
Regionale Spezialitäten für unterwegs
Uppurui-Nori
Die Felsenalgen aus der Gegend um Uppurui sind eine Spezialität der Region Izumo. Sie sind für ihr feines Aroma bekannt und kommen auch in die Zōni-Suppe zum japanischen Neujahrsfest. Mit dem kleinen Tütchen in der Hand habe ich aufs Meer am Kap geschaut und freue mich nun darauf, die Algen zu Hause in einer Schale mit warmer Suppe zu probieren.
Sehenswertes
Weiße Windräder aus nächster Nähe
Auf dem Kap stehen 26 weiße Windräder. Im Park können Sie direkt neben einen der Masten treten und zu ihm aufschauen. Aus der Nähe werden Sie ein wenig überrascht sein, wie groß die Windräder sind.
Blick auf das Japanische Meer vom Kap
Wenn ich bis ans Kap im Westen der Shimane-Halbinsel fahre, möchte ich aussteigen und aufs Meer schauen. Neben den Windrädern spüre ich die kalte Luft, und dabei fühlt es sich an, als wäre ich eigens hierhergekommen, um das Wintermeer zu sehen.
Uppurui-Nori für die Zōni-Suppe
Die Felsenalgen, die in dieser Gegend wachsen, sind eine Izumo-Spezialität und für ihr feines Aroma bekannt. Sie kommen auch in die Zōni-Suppe zum japanischen Neujahrsfest. So habe ich auch nach der Reise noch etwas, worauf ich mich freuen kann.
Daten zu Route und Ort
Straße zum Windradpark Uppurui
Auf dieser Fahrt geht es bis ans Kap im Westen der Shimane-Halbinsel. Am Park angekommen, möchte ich aussteigen, zu den weißen Windrädern aufschauen und den Blick über das Japanische Meer genießen.
Am Windradpark Uppurui gibt es einen Parkplatz. Nach der Fahrt bis ans Kap können Sie das Auto abstellen und die Größe der Windräder aus der Nähe erleben.
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