Tateyama, Präfektur Toyama
Rund um den Shōmyō-Wasserfall Zwei Wasserfälle zur Schneeschmelze: Klang und Gischt ganz nah
Ende Mai liegen im Tal frisches Grün und letzte Schneereste nebeneinander. Dort stürzen der Shōmyō-Wasserfall und rechts daneben der Hannoki-Fall in die Tiefe. Auch ich bin den Uferweg entlanggelaufen und habe auf der Aussichtsplattform das Rauschen der beiden Wasserfälle gehört und ihre kühle Gischt auf der Haut gespürt.
Mittags Ende Mai laufe ich auf dem Uferweg in Tateyama in der Präfektur Toyama zu den beiden Frühlingswasserfällen. Die Gischt trifft meine Wangen, und ich schaue nach oben, während ich meinen Mantel festhalte.
FrühlingEnde Mai, mittags
Ein Schmelzwasserfall, der sich zuerst hören ließ
Mittags Ende Mai parkte ich mein rotes Auto auf dem Parkplatz Shōmyō-daira und nahm den Wanderweg zum Wasserfall. Etwa 30 Minuten ging es am Fluss entlang bergauf. Das Rauschen vor mir wurde mit jedem Schritt lauter. Noch bevor sich die Aussicht öffnete, wusste ich: Der Wasserfall war ganz nah.
Am Aussichtspunkt angekommen, sah ich, wie weißes Wasser vor mir über die Felswand stürzte. Links der Shōmyō-Wasserfall, rechts der Hannoki-Fall, der schmal und hoch aufragte. Als ich den beiden Läufen mit den Augen bis zu ihrem Zusammenfluss folgte, klappte mir der Mund auf. Die Landschaft, die ich bisher nur von Fotos kannte, lag jetzt vor mir – begleitet von diesem gewaltigen Rauschen.
Die Fallhöhe des Shōmyō-Wasserfalls beträgt 350m; über Felsabsätze stürzt er in 4 Stufen hinab, heißt es. Der Hannoki-Fall rechts zeigt sich im Frühling, wenn besonders viel Schneeschmelzwasser fließt. Als ich den Schnee sah, der im Mai noch im Tal lag, wurde mir klar: Das Wasser aus den Bergen speist diese beiden Wasserfälle.
Die Gischt spritzte mir auf die Wangen – hier fühlte sich alles noch kühler an als auf dem Weg hierher. Ich hielt den Mantel vorne mit beiden Händen zu und schaute hinter dem Holzgeländer hinauf. Frisches Laub rahmte die Felswand ein, davor breitete sich weiße Gischt aus. Die Kraft des Wassers aus nächster Nähe ließ mich einfach stehen bleiben.
Der Name Shōmyō soll daher rühren, dass das Rauschen klingt wie beim Rezitieren buddhistischer Sutren. Eben hatte mich noch die Höhe des Wasserfalls in ihren Bann gezogen; jetzt wollte ich auch einmal genau hinhören. Hinter dem Holzgeländer lauschte ich ganz still. Es kam mir vor, als würde sich das Rauschen über die ganze Schlucht ausbreiten.
Auf dem Rückweg war ich leichteren Schrittes unterwegs als auf dem Hinweg, und jedes Mal, wenn Wind vom Fluss herüberwehte, erinnerte ich mich an die Gischt. Wenn ich wieder am Auto bin, möchte ich als Nächstes am Fuß des Berges nach Tateyama-Korokke suchen. Ich hatte gehört, dass diese Spezialität mit regional angebautem Taro zubereitet wird – da freute ich mich schon richtig auf den kleinen Abstecher nach dem Spaziergang.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
Regionale Spezialität
Tateyama-Korokke
Eine regionale Spezialität aus der Taro-Sorte „Yamato“ mit angenehm sämiger Konsistenz. Es gibt auch eine schlichte Variante mit Miso und Sesam. Nach dem Spaziergang möchte ich am Fuß des Berges gern danach Ausschau halten.
Sehenswertes
2 Frühlingswasserfälle vereinen sich zu einem V
Links der Shōmyō-Wasserfall, rechts der Hannoki-Fall: Unten fließen sie zusammen. Ich blickte durch die Gischt hindurch und spürte die Wucht der Wasserfälle.
Was der Name über das Rauschen erzählt
Der Name soll daher rühren, dass das Rauschen klingt, als würde jemand Sutren rezitieren. Wenn ich zur Felswand hinaufschaue, möchte ich auch auf das widerhallende Wasser achten.
Angaben zum Weg
Wanderweg vom Parkplatz Shōmyō-daira zum Takimi-dai-Aussichtsgelände
- Einfache Wegstrecke
- Etwa 1,3km pro Strecke
- Höhenlage entlang des Wanderwegs
- Auf 1035m Höhe, 700m vor der Aussichtsplattform
Zu Fuß etwa 30 Minuten bergauf am Fluss entlang. Auf diesem Weg rückt das Rauschen des Wasserfalls immer näher.
Auch der Weg am Fluss entlang gehört für mich zum Wasserfallerlebnis. Ich hörte das immer lauter werdende Rauschen, während ich zum Aussichtspunkt ging.
Weitere Berichte zu Ausflugszielen
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Karten und Quellen
Offizielle Informationsquellen
- Tourismusportal Toyama · Shōmyō-Wasserfall (öffnet in neuem Tab)
- Präfektur Toyama · Blick auf den Shōmyō-Wasserfall vom Takimidai-Aussichtsgelände (öffnet in neuem Tab)
- Umweltministerium · Wanderweg zum Shōmyō-Wasserfall (öffnet in neuem Tab)
- Toyama Cycling Navi · Shōmyō-Wasserfall-Route (öffnet in neuem Tab)
- Gemeinde Tateyama · Zum Shōmyō-Wasserfall (öffnet in neuem Tab)
- Gemeinde Tateyama · Regionale Spezialitäten der Marke Tateyama (öffnet in neuem Tab)