Zum Inhalt springen
PROJECT ZQQ
Deutsch

Präfektur Yamagata, Stadt Tsuruoka

Ein Spaziergang durch Midagahara an Gassans 8. Station Sommerwolken spiegeln sich in einem Teich im Moor

Midagahara ist ein Moorgebiet auf 1.400m Höhe an der 8. Station des Gassan. Ende Juli hielt ich auf dem Spazierweg den Kragen meiner Jacke fest und sah den Wolken zu, die sich im Wasser spiegelten. Hier erzähle ich von einer Reise, bei der es nicht nur darum geht, den Gipfel zu erreichen, sondern auch darum, oben auf dem Berg in aller Ruhe zu verweilen.

Hier erzähle ich von der Landschaft, die ich an einem Vormittag Ende Juli in Midagahara an Gassans 8. Station gesehen habe, und von meinem Ausflug dorthin.

Die Hauptfigur blickt im Sommer in Midagahara an Gassans 8. Station auf einen Teich und hält mit einer Hand den Kragen ihrer cremefarbenen Jacke. Sie trägt ein weißes Oberteil, einen khakifarbenen Rock und helle Leggings. Auf dem von Gras umgebenen Wasser spiegeln sich Wolken.

SommerVormittag Ende Juli

Sommerwolken spiegeln sich in einem Teich im Moor

Auf dem Spazierweg durch Midagahara blieb ich neben einem Teich stehen. Zwischen den Gräsern lag das Wasser, dahinter setzte sich die niedrige Grasfläche fort. Ich dachte immer, auf einem Berg würde man vor allem zu den hohen Gipfeln hinaufschauen. Hier aber fiel mein Blick immer wieder auf das, was direkt vor mir lag. Als ich die Wolken im Wasser entdeckte, sah ich länger auf die Wasseroberfläche als in den Himmel.

Ich sah zum Himmel und dann wieder zum Teich. Es waren dieselben Wolken, doch im Wasser wirkten sie zwischen Gräsern und feinen Halmen wie ein ganz anderes Bild. Während die Wolken weiterzogen, veränderten sich auch ihre Spiegelbilder langsam. Eigentlich wollte ich ein Foto machen und weitergehen, aber erst wollte ich noch sehen, welche Form die Wolken als Nächstes annahmen. Dieses Warten auf den nächsten Anblick machte für mich den Reiz eines Bergbesuchs aus.

Als der Wind aufkam, zog ich den Kragen meiner Jacke mit einer Hand enger. Obwohl es ein Sommermorgen war, fühlte sich die leichte Jacke hier oben angenehm an. Erst bewegten sich die Grasspitzen, dann kräuselte sich auch die Wasseroberfläche, und die Konturen der Wolken lösten sich auf. Eben waren sie noch klar zu sehen – und schon sah die Landschaft anders aus. Ich hielt den Kragen weiter fest und wollte zusehen, wie sich alles veränderte.

Wie ich gehört habe, wachsen in Midagahara zahlreiche alpine Pflanzen, die von Juni bis August blühen. Auch wenn die weite Grasfläche auf den ersten Blick einheitlich wirkt, entdeckt man aus der Nähe viele kleine Unterschiede. Bisher hatte ich vor allem auf die Teiche geschaut; nun richtete ich meinen Blick vom Weg aus auf die Grashalme. Was ich wohl als Nächstes entdecken würde? Plötzlich freute ich mich wieder auf jeden Schritt.

Durch das Moorgebiet führt ein Rundweg aus Holzstegen. Wenn der Weg zwischen den Gräsern weiterführt, möchte ich auch den nächsten Teich sehen. Ich hatte kurz überlegt, noch höher hinaufzugehen, wo ich doch schon bis zur 8. Station des Gassan gekommen war. Aber jetzt wollte ich einfach Zeit in diesem Moorgebiet verbringen. Statt noch ein Ziel anzusteuern, wollte ich lieber länger auf den Teich vor mir schauen.

Bevor ich den Blick vom Teich löste und weiterging, verglich ich noch einmal den Himmel mit seinem Spiegelbild im Wasser. Ich wollte mir beide Wolkenbilder merken. Nach dem Abstieg wollte ich mir auch Zeit für Shōnai-Mugikiri nehmen. Als ich hörte, dass diese Nudeln aus Weizenmehl gemacht werden, bekam ich schon Lust auf den ersten Bissen nach dem Spaziergang. Oben auf dem Berg Wolken beobachten und unten in der Stadt regionale Nudeln essen – ich wollte diesen Tag bis zum Schluss ganz in Ruhe genießen.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

Bilder von diesem Ort1 Bilder

  • Präfektur Yamagata, Stadt Tsuruoka · Sommer

Spezialität

Shōnai-Mugikiri

Eine Nudelspezialität aus Shōnai, die mit Weizenmehl zubereitet wird. Man kann sie kalt mit Mentsuyu oder warm essen. Nach dem Spaziergang in den Bergen möchte ich dann ganz in Ruhe die Textur der Nudeln genießen. So freue ich mich nicht nur auf die Landschaft, sondern auch auf das Essen danach.

Sehenswertes

Moorgebiet und kleine Teiche auf dem Berg

Midagahara ist ein sanft geschwungenes Moorgebiet an Gassans 8. Station. Auf dem Rundweg liegen sehenswerte Teiche wie Muryō-no-ike. Noch bevor ich die Namen der Teiche nachschlug, blieb ich stehen und konnte mich an den Wolken im Wasser kaum sattsehen.

Mehr als 130 Arten alpiner Pflanzen

Das Tourismusportal der Präfektur Yamagata stellt den Ort als Heimat von mehr als 130 Pflanzenarten vor, darunter Nikkō-Kisuge und Mizubashō. Nach dem Blick über die weite Moorlandschaft wollte ich auch die kleinen Pflanzen am Wegesrand genauer ansehen. Beim Ausschauhalten nach Blüten bekam ich Lust, beim nächsten Mal noch langsamer zu gehen.

Straßendaten

Präfekturstraße Gassan-kōen-sen

Fahren Sie bis zur 8. Station des Gassan, stellen Sie dort das Auto ab und erkunden Sie das Moorgebiet zu Fuß. Schon vor der Ankunft freute ich mich auf den Spaziergang und stellte mir die Teiche oben auf dem Berg vor.

Ich fahre über die Präfekturstraße Gassan-kōen-sen bis zur 8. Station des Gassan und erkunde das Moorgebiet von dort aus zu Fuß. Besonders freue ich mich auf die Wolken, die sich in den Teichen spiegeln. Statt gleich nach der Ankunft weiterzufahren, möchte ich mir Zeit lassen und in Ruhe aufs Wasser schauen.