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Nirasaki, Präfektur Yamanashi

Frühsommer am Amari-yama Hinter dem Blütenhang zeigte sich an diesem Morgen der Fuji

Mitte Juni führte mich mein Weg zum Amari-yama bei Nirasaki. Vom Parkplatz aus ging ich zu Fuß weiter und sah schließlich den Hang voller Azaleen und dahinter den Fuji über dem Wolkenmeer. Diesen Ausblick konnte ich nicht einfach am Ende der Bergfahrt mitnehmen – ich musste zu Fuß losgehen, um ihm zu begegnen. Mit einer Hand am Hut stand ich da und konnte mich eine ganze Weile nicht rühren. Davon erzähle ich Ihnen.

Ich erzähle Ihnen von meinem Spaziergang an einem Morgen, an dem die Azaleen blühten, und von dem Ausblick, den ich zwischen den Blüten entdeckt habe.

Amari-yama: Die Hauptfigur blickt auf den Fuji und hält ihren Hut fest. Sie trägt eine hellblaue Jacke, lange Hosen und einen Rucksack und steht auf einem schmalen, seilgesicherten Pfad, an dem Azaleen blühen; dahinter liegt ein Wolkenmeer.

SommerEin Morgen Mitte Juni

Die Hand am Hut ließ ich gar nicht mehr sinken

An einem Junimorgen zog ich auf dem Parkplatz am Amari-yama meine Wanderschuhe an. Heute wollte ich zu Fuß bis zu dem Ort gehen, von dem aus sich der Fuji hinter den Blüten sehen lässt. Ich trug eine hellblaue Jacke und richtete die Schulterriemen meines Rucksacks. Obwohl ich mit dem Auto auf den Berg gekommen war, freute ich mich darauf, dass ich den Weg von hier an unter den Schuhsohlen spüren würde.

Auf dem schmalen Pfad blühten die Azaleen dicht an den Zweigen der niedrigen Bäume. Ich blieb stehen, um die Blüten aus der Nähe zu betrachten, und als ich den Blick hob, zog sich dahinter noch ein ganzer Hang voller Blüten entlang. Fast als würde ich den Blüten nachjagen, ging ich weiter. Doch der Hang zog sich viel weiter hin, als ich gedacht hatte, und plötzlich blieb ich stehen. Auf diesem Berg warteten so viele Blüten auf mich.

Der Wind zog über den Weg und hob mir den Hutrand ganz leicht an. Mit einer Hand hielt ich ihn fest, mit der anderen griff ich nach einem Schulterriemen des Rucksacks. Genau in dem Moment, als ich aufsah, entdeckte ich den Fuji, der hinter den Blüten aus den Wolken auftauchte. Mir stockte der Atem. Ich wollte die Blüten ganz nah und den Berg in der Ferne sehen, aber zuerst konnte ich den Blick einfach nicht vom Fuji lösen.

Als ich mir die Karte angesehen hatte, dachte ich, ich würde am Gipfel ein Foto machen und dann gleich wieder zurückgehen. Aber während ich die Kontur des Berges über den Wolken mit dem Blick nachzeichnete, wollte ich gar nicht sofort wieder aufbrechen. Selbst nachdem ich die Kamera herausgeholt hatte, schaute ich vor dem Fotografieren immer wieder hoch. Am Ende stand ich viel länger mit der Hand am Hut einfach nur da, als ich fotografierte. Da musste ich über mich selbst lachen: Vorhin hatte ich noch vorgehabt, nur kurz hierzubleiben.

Auf dem Rückweg ging ich langsamer und sah mir die Blüten am Pfad genauer an. Nach dem überwältigenden Fernblick wollte ich plötzlich auch die Blüten an den Zweigen neben dem Weg ganz bewusst wahrnehmen. Wie ich gehört habe, gibt es am Ausgangspunkt auch das Tsutsuji-en, wo man Kuchen und andere Kleinigkeiten genießen kann. Allein der Gedanke an etwas Süßes nach dem Spaziergang ließ die Anspannung in meinen Schultern schon ein wenig nachlassen.

Als ich wieder am Auto war, sah ich mir die Fotos an. Die Blüten und der Fuji waren darauf, aber der Wind, der mir den Hut angehoben hatte, passte natürlich nicht mit aufs Bild. Wenn ich mir die Fotos anschaue, möchte ich mir den Wind von damals wieder in Erinnerung rufen. Wenn ich wieder unten bin, will ich noch regionale Gerichte aus Yamanashi probieren. Ich wollte jemandem von diesem Blick am Morgen erzählen und öffnete vor der Abfahrt noch einmal das Foto.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

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  • Nirasaki, Präfektur Yamanashi · Frühsommer

Spezialität

Hōtō aus Yamanashi

Hōtō ist ein traditionelles Gericht, das in ganz Yamanashi beliebt ist. Nach dem Abstieg wäre es genau das Richtige für mich. Nach so viel Laufen freue ich mich schon darauf, mir Zeit zu nehmen und jeden Bissen zu genießen.

Sehenswertes

Schon der Weg zum Gipfel gehört zum Blütenerlebnis

Vom Parkplatz bis zum Gipfel sind es zu Fuß etwa 30 Minuten. Auch unterwegs können Sie den Fuji und das Kōfu-Becken sehen. Ich habe beim Gehen immer wieder zu den Blüten geschaut – so wurde schon der Weg selbst zur Reiseerinnerung.

Ein Berg im UNESCO-Biosphärenreservat der Südlichen Alpen

Der Amari-yama liegt in der Pufferzone des UNESCO-Biosphärenreservats der Südlichen Alpen und zählt zu den 100 berühmten Bergen der Präfektur Yamanashi. Es hat mich gefreut, zwischen den Blüten über den Pfad zu gehen und den Berg mitten in seiner Blüte zu erleben.

Weg und Höhenlage

Weg vom Parkplatz am Amari-yama zum Gipfel

Zu Fuß vom Parkplatz zum Gipfel
etwa 30 Minuten
Höhe des Gipfels
1731,4m

Über die Präfekturstraße Amari-yama-kōen-sen erreichen Sie den Parkplatz. Von dort gehen Sie zu Fuß zum Gipfel. Sobald Sie aus dem Auto steigen, können Sie die Blüten aus nächster Nähe betrachten.

Die Gehzeit und die Gipfelhöhe entsprechen den Angaben des Fremdenverkehrsverbands Nirasaki. Es handelt sich nicht um die Straßenentfernung oder den Höhenunterschied der Straße.