Präfektur Kagawa · Stadt Mitoyo
Chichibugahama Mit den Sandalen in der Hand vor dem spiegelnden Wasser
Eigentlich war ich ans Meer gekommen, doch eine ganze Weile schaute ich nur auf die Wasserlachen vor meinen Füßen. Himmel und Wolken spiegelten sich darin, und ich selbst war auch mittendrin. Mit den Sandalen in der Hand probierte ich am Chichibugahama in der Abenddämmerung kurz eine Pose aus.
Meine Geschichte von dem Sommerabend, an dem ich beim Anblick meines Spiegelbilds lachen musste.
SommerEin Sommerabend in der Dämmerung
Sogar mein Spiegelbild schien Spaß zu haben
Als ich in der Abenddämmerung am Chichibugahama ankam, wollte ich mir zuerst das Meer ansehen. Doch dann entdeckte ich die Wolken in einer Wasserlache im Sand, und wie von selbst blieb ich stehen. Ich schaute zum Himmel, aufs Wasser und wieder zum Himmel. Die Wolken hatten oben und unten dieselbe Form. Das war jedes Mal aufs Neue seltsam.
Ich zog die Sandalen aus, nahm sie in eine Hand und ging am Rand der Wasserlache über den Sand. Als ich bemerkte, dass sich sogar ich selbst im Wasser spiegelte, wollte ich nicht mehr nur die Landschaft betrachten, sondern selbst Teil davon werden. Sobald ich meine Füße auch nur ein wenig bewegte, bewegte sich auch mein Spiegelbild. Natürlich tut es das – und trotzdem machte es riesigen Spaß.
Ich verlagerte mein Gewicht auf ein Bein und breitete vorsichtig beide Arme aus. Die Sandalen baumelten noch in meiner Hand, also sah das nicht nach einer besonders gekünstelten Pose aus. Beim Blick auf mein Spiegelbild kam ich mir vor wie jemand, der sich so über die Reise freut, dass er nicht stillstehen kann. Da musste ich lachen: Genau so fühlte ich mich gerade.
Wenn ich schon dabei bin, könnte ich mich doch noch ein bisschen eleganter hinstellen. Also richtete ich den Rücken auf, aber sobald ich aufs Wasser schaute, entspannte sich mein Gesicht wieder. Ich wollte meinem Gesicht einen Ausdruck geben, der zu dieser schönen Landschaft passt. Vielleicht darf man bei so viel Freude aber auch einfach genauso aussehen, wie man sich fühlt. Bei dem Gedanken fiel die Anspannung von meinen Schultern ab.
Nach einer Weile wollte ich lieber den Himmel betrachten als posieren. Die Sonne sank jenseits des Meeres, und ihr Licht spiegelte sich auch in den Wasserlachen. Vorhin hatte ich auf der Suche nach mir selbst aufs Wasser geschaut; jetzt ließ ich den Blick einfach über die Landschaft schweifen. Über mir war der Himmel, unter mir sein Spiegelbild – und ich stand mittendrin. Diese Zeit habe ich sehr genossen.
Als ich auf dem Rückweg meine Sandalen wieder anzog, fiel mir der Abschied schwerer als beim Ausziehen. Wenn ich an Chichibugahama zurückdenke, möchte ich nicht nur den wunderschönen Sonnenuntergang vor Augen haben, sondern auch mich selbst, wie ich lachend die Arme ausbreitete. Dass sogar mein Spiegelbild so fröhlich wirkte, war das schönste Souvenir des Tages.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
Was Sie in Kagawa probieren sollten
Sanuki-Udon
Auf einer Reise durch Kagawa gehört Sanuki-Udon einfach dazu. Es gibt ganz unterschiedliche Varianten: Kake-Udon, Kama-tama-Udon oder Niku-Udon. Ich würde mir vor dem Abstecher zum Strand in der Abenddämmerung eine Portion gönnen. Allein die Überlegung, welche Sorte ich nehme, macht den Abstecher noch schöner.
Das gibt es am Chichibugahama zu entdecken
Ein etwa 1 km langer Sandstrand
Chichibugahama ist ein etwa 1 km langer Sandstrand in der Stadt Mitoyo in der Präfektur Kagawa. Der Blick weitet sich zum Meer hin, und mit jedem Schritt kam mir der Himmel größer vor. Bei meinem Sommerausflug freute ich mich, den Strand einmal ganz in Ruhe betrachten zu können.
Der Himmel spiegelt sich in den Wasserlachen
Bei Ebbe bleiben auf dem Strand Wasserlachen zurück, in denen Sie sich wie in einem Spiegel fotografieren lassen können. Für Fotos mit klaren Spiegelungen ist Ebbe bei Windstille ideal. Ich habe erst die Wolken beobachtet, dann mein Spiegelbild entdeckt und musste unwillkürlich lachen.
Sonnenuntergang über dem Hiuchi-nada
Am Chichibugahama können Sie den Sonnenuntergang über dem Hiuchi-nada im Seto-Binnenmeer beobachten. Die etwa 30 Minuten rund um den Sonnenuntergang eignen sich besonders gut für Fotos. Während ich mich noch ganz aufs Posieren konzentrierte, veränderte sich der Himmel. Am Ende wollte ich einfach nur noch zusehen.
So kommen Sie zum Chichibugahama
Mit dem Auto zum Chichibugahama
- Ausgangspunkt
- Takamatsu-Autobahn · Anschlussstelle Sanuki-Toyonaka
- Bis zum Strand
- Etwa 20 Minuten mit dem Auto
Diese Route führt zum Parkplatz von Chichibugahama. Wenn Sie den Strand zur Abenddämmerung ansteuern, wird schon die Fahrt ans Meer zu einem besonderen Teil des Ausflugs.
Mit dem Bus vom JR-Bahnhof Takuma
- Ausgangspunkt
- JR-Bahnhof Takuma
- Bis zum Strand
- Etwa 20 Minuten mit dem Hearts Shuttle
Eine weitere Möglichkeit ist die Fahrt mit dem Hearts Shuttle ab dem JR-Bahnhof Takuma. Wenn Sie am Strand ankommen, nehmen Sie sich erst einmal Zeit, Meer und Himmel in Ruhe zu betrachten. Ich habe sogar mein Spiegelbild im Wasser entdeckt.
Chichibugahama liegt im Stadtteil Nio der Stadt Mitoyo in der Präfektur Kagawa. Auf der Karte unten können Sie sich die Lage des Strandes ansehen.
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