Präfektur Kumamoto, Gemeinde Oguni
Nabegataki-Park Hinter dem Wasservorhang entfuhr mir ein Lachen
Über mir ragte der Felsüberhang auf, vor mir spannte sich der breite Wasservorhang. Hinter dem Nabegataki-Wasserfall war ich vom Rauschen des Wassers umgeben, dem ich ewig hätte zuhören können.
Lesen Sie die Frühsommergeschichte und schauen Sie mit mir auf die Landschaft hinter dem Wasservorhang.
SommerEnde Juni
Der kalte Spritzer lockte mich gleich noch einmal hin
Als ich das Auto abstellte und losging, hörte ich hinter den Bäumen das Wasser rauschen. Als ich am Nabegataki-Wasserfall ankam, war ich beinahe schon zufrieden damit, den Wasserlauf einfach nur zu betrachten. Doch als ich erfuhr, dass man auch hinter den Wasserfall gehen kann, wollte ich unbedingt wissen, wie es dort aussieht.
Unter dem Felsüberhang sah der Wasserfall völlig anders aus als noch vorhin. Direkt vor mir fielen viele dünne Wasserfäden herab, dahinter sah ich den Wald. Ach, so sieht also ein Wasservorhang aus, dachte ich und schaute gebannt hin – da traf mich ein Spritzer an der Wange.
Die kühle Berührung fühlte sich so angenehm an, dass ich vorsichtig eine Hand ausstreckte. Kaum spritzten mir feine Wassertropfen auf die Handfläche, zuckte ich unwillkürlich mit den Schultern. Ich hatte die Hand doch selbst ausgestreckt – warum zuckte ich dann so zusammen? Bei dem Gedanken musste ich laut loslachen.
Ich zog die Hand kurz zurück, aber ich musste immer wieder an die Kälte denken, also streckte ich sie erneut aus. Diesmal wollte ich mir nichts anmerken lassen, aber ich musste schon wieder lachen. Während neben meinem Gesicht das Wasser herabfiel, dachte ich: So ausgelassen war ich schon lange nicht mehr.
Als ich mich etwas beruhigt hatte und zum Wald hinübersah, entdeckte ich zwischen den Wasserläufen Blätter. Obwohl ich immer auf dieselbe Stelle schaute, sah die Landschaft jedes Mal anders aus, sobald sich die Wasserläufe überschnitten. Ich vergaß sogar, Fotos zu machen. Ich ließ die Hand sinken und schaute noch eine Weile auf die Landschaft.
Bevor ich ging, warf ich noch einen letzten Blick auf den Wasservorhang. Vorhin hatte mich die Kälte noch zusammenzucken lassen. Jetzt fiel mir der Abschied schwer. Wenn ich an den Nabegataki-Wasserfall im Frühsommer zurückdenke, werde ich mich wohl an die schöne Landschaft erinnern – und an mein eigenes Lachen, als mich die Spritzer überrascht haben.
Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.
Regionale Spezialitäten
Soba-Nudeln aus Oguni und Minami-Oguni
In Oguni und Minami-Oguni gibt es Soba-Lokale mit ganz eigener Note. Nach dem Wasserfall denke ich schon darüber nach, welche Soba ich als Nächstes probieren möchte – und freue mich auf den nächsten Zwischenstopp.
Sehenswertes
Der Wasservorhang von der Rückseite
Der Nabegataki-Wasserfall ist etwa 10 m hoch und etwa 20 m breit. Er lässt sich auch von der Rückseite betrachten. Als ich zwischen den dünnen Wasserläufen den Wald sah, hob ich unwillkürlich den Kopf.
Eine Landschaft, die ein Ausbruch vor etwa 90.000 Jahren formte
Der Wasserfall soll bei dem gewaltigen Ausbruch vor etwa 90.000 Jahren entstanden sein, der die Caldera von Aso schuf. Wenn ich das Wasser über die von Lava geformte Stufe strömen sehe, frage ich mich, wie lange es wohl gedauert hat, bis dieser Ort so aussah.
Anfahrt und Fahrspaß
Anfahrt zum Nabegataki-Park
- Mit dem Auto vom Bahnhof Aso
- Etwa 50 Minuten
- Mit dem Auto ab Kurokawa Onsen
- Etwa 25 Minuten
Der Nabegataki-Park liegt in Kurobuchi in der Gemeinde Oguni, Landkreis Aso, Präfektur Kumamoto. Von den Städten Kumamoto und Fukuoka aus dauert die Autofahrt jeweils etwa 2 Stunden. Ich parkte und legte eine kleine Pause ein, um den Wasserfall zu betrachten.
Vom Parkplatz aus gehen Sie zu Fuß zum Wasserfall. Schon der Weg dorthin, begleitet vom Rauschen des Wassers, gehört zum Erlebnis.
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