Zum Inhalt springen
PROJECT ZQQ
Deutsch

Shizuoka · Sumata-kyō

Yume-no-Tsuribashi Ein Schritt im Herbst auf der Hängebrücke: die Drahtseile fest im Griff, der Blick zum See

Zwischen den herbstlichen Bergen und dem See spannte sich die schmale Yume-no-Tsuribashi über das Wasser. Lesen Sie, wie ich mich an den Drahtseilen festhielt und Schritt für Schritt weiterging, obwohl mich der Blick nach unten immer wieder lockte.

Im Herbst reiste ich nach Sumata-kyō, um das Herbstlaub und den Ōma-Stausee zu bewundern. Ich setzte den Fuß auf die Bohle in der Mitte der Brücke und ging langsam hinüber, beide Hände an den Drahtseilen.

Auf der Yume-no-Tsuribashi im Herbst setzt die junge Frau einen Fuß auf die schmale Bohle in der Mitte, hält sich mit beiden Händen an den seitlichen Drahtseilen und blickt hinunter zum See. Rings um den See erheben sich herbstlich gefärbte Berge.

HerbstMitte November

Ein Schritt weiter – und der See zog meinen Blick wieder an

Ich ließ das Auto im Onsen-Ort stehen und ging zur Yume-no-Tsuribashi. Es machte mir Spaß, beim Gehen die Bäume am Berghang zu betrachten, aber sobald die Brücke in Sicht kam, wurden meine Schritte ein wenig langsamer. Über den See führte ein schmaler Steg.

Ich stellte mich auf die Bohle in der Mitte der Brücke und legte die Hände an die Drahtseile links und rechts von mir. Zuerst sah ich auf das Brett vor mir, dann machte ich langsam einen Schritt. Beim Weitergehen schaukelte die Brücke leicht, und ich griff fester zu. Dabei ging ich doch nur – und trotzdem fühlte sich diese Brücke ganz anders an als ein gewöhnlicher Weg.

Nachdem ich meinen Tritt geprüft hatte, sah ich zur Seeseite. Unter mir breitete sich die von Bäumen eingerahmte Wasserfläche aus. Ich hatte mich so lange nach diesem Anblick gesehnt, und als er dann direkt vor mir lag, klopfte mein Herz trotzdem schneller. Während ich mich mit beiden Händen an den Drahtseilen festhielt, folgte mein Blick dem See.

Mit dem nächsten Schritt sah der herbstlich gefärbte Berg ein wenig anders aus. Ich richtete den Blick wieder auf das Ende der Brücke und ging weiter. Ich wollte die Aussicht unbedingt genießen, aber genauso sehr wollte ich langsam weiterkommen. Ich wollte die Brücke nicht einfach schnell überqueren, sondern die Landschaft Schritt für Schritt auf mich wirken lassen.

Nach einer Weile bemerkte ich, dass meine Schultern nicht mehr so angespannt waren. Meine Hände hielten noch immer die Drahtseile, aber mein Blick wanderte immer wieder zwischen See und Bergen hin und her. Bei jedem Schwanken der Brücke zuckte ich zusammen – und trotzdem konnte ich den Blick nicht von der Landschaft lösen.

Als ich die Brücke überquert hatte und mich umdrehte, sah ich den Bohlenweg, über den ich gerade gegangen war, mitten über den See führen. Ich musste ein bisschen lachen und dachte: „Da bin ich wirklich selbst zu Fuß rübergegangen.“ Wenn ich meiner Freundin davon erzähle, will ich ihr nicht nur die Seefotos zeigen, sondern auch davon erzählen, wie fest ich die Drahtseile umklammert hatte. Diese Herbstreise samt Herzklopfen möchte ich nicht vergessen.

Die Erzählabschnitte sind fiktiv und von diesem Ort inspiriert. Verlässliche Angaben finden Sie auf den offiziellen Tourismus- und Informationsseiten.

Bilder von diesem Ort1 Bilder

  • Shizuoka · Sumata-kyō · Herbst

Spezialität

Keiryū-Soba aus Sumata-kyō

Der Tourismusverband von Kawanehonchō stellt das Restaurant Beni-Take Shokudō vor. Dort sind handgemachte Soba-Nudeln mit Yamame-Forelle und Wildgemüse eine Spezialität. Nach dem Blick auf den See und das Herbstlaub möchte ich mir auch Zeit für eine Schüssel Soba nehmen. Die Hände, die auf der Brücke die Drahtseile so fest umklammert hatten, dürfen sich jetzt entspannen – und dann möchte ich mein Essen ganz in Ruhe genießen.

Sehenswertes

Eine schmale Hängebrücke über dem Ōma-Stausee

Die Yume-no-Tsuribashi ist eine 90 Meter lange und etwa 8 Meter hohe Brücke über dem Ōma-Stausee. Mit jedem Schritt verändert sich der Ausblick vor mir ein wenig. Ich hielt mich an den Drahtseilen zu beiden Seiten fest und nahm mir Zeit, die Aussicht während der Überquerung zu genießen.

Warum die Farbe des Sees so fasziniert

Die smaragdgrüne Wasseroberfläche entsteht durch den „Tyndall-Effekt“: Feinste Schwebstoffe im Wasser reflektieren das Licht. Je nach Jahreszeit und Tageszeit ist die Farbe mal kräftiger, mal blasser. Als ich von der Brücke hinunterblickte, sah ich die weite Wasserfläche zwischen den Bäumen und wollte noch ein bisschen länger hinsehen.

Im Herbst vom Thermalbadeort aus loswandern

Die Laubfärbung rundherum ist normalerweise im November am schönsten. Vom Thermalbadeort Sumata-kyō Onsen aus führt ein etwa 90-minütiger Rundweg an den Brücken vorbei. Mir gefiel sowohl der Weg zur Brücke als auch der Blick auf die Berge auf dem Rückweg. So wurde selbst der Weg, den ich gegangen war, zu einer schönen Reiseerinnerung.

Anfahrt

Über Sumata-kyō Onsen zur Yume-no-Tsuribashi

Ab Shimada-Kanaya I.C.
ca. 90 Min.
Ab Parkplatz Nr. 3
40 Min. zu Fuß

Das Ziel liegt in Sumata-kyō Onsen im Ortsteil Senzu, Kawanehonchō, Bezirk Haibara, Präfektur Shizuoka. Laut Beschreibung sind es vom Onsen-Ort bis zur Brücke etwa 30 Minuten zu Fuß. Ich ließ das Auto im Onsen-Ort stehen und ging zu Fuß zur Brücke.

Wenn Sie mit dem Auto nach Sumata-kyō Onsen kommen, nehmen Sie sich auch Zeit für den Spaziergang zur Brücke. Über die Karte unten können Sie die Yume-no-Tsuribashi öffnen.